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Sprachförderung von Anfang an


v.l.: Sarah Goral, Simone Mannefeld, Tanja Klein, Dr. Friedhelm Höfener und Bürgermeister Berthold Streffing

Frühkindliche, alltagsintegrierte Sprachförderung in der Kita und Beratung für Eltern – Seit Anfang des Jahres nimmt die Outlaw Kita Kohkamp in Albersloh am Bundesprogramm Sprachkita teil.  

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt: Durch sie treten wir mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben“, berichtet das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Mit dem Bundesprogramm will das Ministerium die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit den Familien in den Kitas fördern.  

„Wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit haben, unseren Kindern durch den Schwerpunkt der alltagsintegrierten Sprachförderung gute Startbedingungen ins Leben bieten zu können“, so Kitaleiterin Simone Mannefeld. „Dank der Förderung des Bundesministeriums können wir eine zusätzliche Fachkraft für Sprache beschäftigen, die unser Team berät, unterstützt und mit den Kindern arbeitet.“  

„Als Träger ist es uns besonders wichtig, weitere Schritte in Richtung Chancengleichheit für alle Kinder zu gehen“, ergänzt Outlaw-Geschäftsführer Dr. Friedhelm Höfener. „Die Kita Kohkamp leistet dank des Bundesprogramms nun einen wichtigen Beitrag dazu.“  

Fachberaterin Sarah Goral besucht die Einrichtung regelmäßig. Sie berät und schult die Kitaleitung und die Fachkraft für Sprache, die eng im Tandem zusammenarbeiten. Außerdem organisiert sie den fachlichen Austausch mehrerer Einrichtungen, koordiniert Fortbildungen und fördert Teambuildingprozesse.  

Carina Hoppe, Fachkraft für Sprache in der Kita Kohkamp arbeitet mit den Kindern. Sie begleitet Alltagshandlungen sprachlich und regt die Kinder an, sich selbst sprachlich auszudrücken. Dabei orientiert sie sich immer an deren Lebenswelt und greift aktuelle Themen auf, die die Mädchen und Jungen beschäftigen. Auch das Team profitiert von der neuen Fachkraft für Sprache: Carina Hoppe berät, begleitet und unterstützt die Erzieher*innen bei der alltagsintegrierten Sprachförderung der Kinder. Darüber hinaus gestaltet sie die Räume so um, dass sie den Kindern Sprachanlässe bieten und entwickelt die inklusive Arbeit weiter. Auch Reflexion, Netzwerkarbeit und die Arbeit mit den Eltern gehören zu ihren Aufgaben.  

Regelmäßige Elterngespräche, Beratungsangebote und Elternabende helfen den Erziehungsberechtigten, ihre Kinder über sprachliches Handeln selbst zu fördern. Besonders die Zusammenarbeit mit Eltern aus anderen Herkunftsländern ist wichtig, damit ihre Kinder spätestens zur Schulzeit die deutsche Sprache so sicher beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können. Information durch Briefe und Wandzeitungen in der Kita bieten den Eltern weitere Unterstützung und sensibilisieren für das Thema Sprachförderung.  

Ein gutes Medium, um Sprache zu vermitteln sind Bücher: „Wir planen derzeit eine eigene Kita-Bibliothek“, so Simone Mannefeld. „Auch Lesepat*innen sollen uns demnächst besuchen, den Kindern vorlesen, mit ihnen Bilderbücher anschauen und darüber reden. Dafür suchen wir noch Freiwillige.“

Das Projekt „Sprachkita“ wird vorerst bis 2020 gefördert.