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"Hurra, der Riesenclub ist da!"

Neues Vorschul-Konzept der Kita Uppenberg in Münster


Die Lebenssituation der Kinder hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Der Anspruch an die Mädchen und Jungen wird immer höher.

„In unserer Kita gibt es nun ein Jahreskonzept, dass die zukünftigen Schulkinder besonders stärken und fördern soll“, berichtet Kita-Leiterin Katrin Lenschow. „Unsere Kollegin Heike Thoms-Rungenhagen, die im Bereich der Vorschulförderung besonders qualifiziert ist, entwickelte dieses Konzept in Zusammenarbeit mit dem Team.“

„Wir sind die großen Kinder in der Kita Uppenberg und haben den Namen Riesenclub selbst gewählt!", erzählen die Mädchen und Jungen, die kommendes Jahr eingeschult werden, voller Stolz. Partizipation ist ein wichtiges Thema in der Outlaw-Kita Uppenberg. „Auch in unserer sogenannten Vorschulgruppe spielt die Mitbestimmung der Kinder eine große Rolle“, berichtet Heike Thoms- Rungenhagen.

Der Riesenclub trifft sich einmal in der Woche und die Kinder erleben ein  spannendes Jahr, dass sie bestmöglich auf die Schulzeit vorbereitet.  Das Vorschul-Konzept besteht aus fünf Themenkomplexen, die nacheinander bearbeitet werden:  

Im „Mut tut gut“-Training setzen sich Kinder grundsätzlich mit dem „Neinsagen“ auseinander: „Nein“ zu Gewalt, Mutproben, Erpressungen, „komischen“ Berührungen, Spielzeug tauschen, Drogen, und sonstigen Situationen, mit denen sie in ihrem Alltag konfrontiert werden können. Die Jungen und Mädchen haben im Training die Möglichkeit, Handlungskompetenzen spielerisch auszuprobieren und gewinnen so an Selbstbewusstsein. Sie lernen, sich nicht einschüchtern zulassen, und Hilfe zu holen, wenn es nötig ist. Kinder mit einer auf diese Art gestärkten Persönlichkeit werden nicht so leicht Opfer oder Täter/in. Das „Mut tut gut“-Training wurde in Zusammenarbeit der Polizei NRW und der Emanzipatorischen Jugendarbeit entwickelt.

Das Entspannungstraining bildet den zweiten Baustein: Zunehmend reagieren auch unsere Kinder auf veränderte Alltagsbegebenheiten mit Anspannung und Stress“, berichtet Katrin Lenschow. Die Folgen sind: Ängste, Nervosität, Konzentrationsprobleme, Kopf- oder Bauchschmerzen und andere Beschwerden. Das frühzeitige Erlernen von Entspannungsübungen ist für die kindliche und schulische Entwicklung hilfreich und förderlich. Die Vermittlung der Entspannungsmethoden erfolgt eingebettet in altersgerechten Phantasiereisten, sowie durch Stille- und Wahrnehmungsübungen.     

Verkehrs- und Sicherheitstraining: Das „Polizei- und Feuerwehrprojekt“: „Natürlich gehört auch die Verkehrserziehung bei uns zu einer wichtigen Vorbereitung auf die Schule. Wie verhalte ich mich als Fußgänger richtig, worauf muss ich achten, was sind Gefahren? All diese Fragen werden in Zusammenarbeit mit der Polizei bearbeitet und auch praktisch geübt“, so Heike Thoms-Rungenhagen. Das Feuerwehrprojekt soll zusätzlich dazu beitragen, dass die Kinder das Rettungssystem unserer Gesellschaft kennenlernen und sie im Notfall wissen, was zu tun ist.“ Spielerisch und praktisch werden auch hier die Interessen der Kinder aufgegriffen und mit der Feuerwache intensiv zusammen bearbeitet.  

„Konzentriert geht´s garantiert“: Eine wichtige Basisvorrausetzung für einen guten Schulstart ist die Fähigkeit, aufmerksam zu sein und sich konzentrieren zu können. Denn aus Konzentrationsproblemen können früher oder später Leistungsprobleme entstehen. Das Marburger Konzentrationstraining und das Training nach Lauth/Schlottke bilden die Grundlage für ein umfassendes Intensivprogramm. Die Trainingsbausteine für die Kinder sind: Genaues hinsehen, beschreiben und hinhören, Gehörtes nacherzählen, kontrollieren und korrigieren, sich selbst anleiten (auch unter Ablenkung), Handlungen erkennen, organisieren und nach Plan vorgehen. Mit Spiel und Spaß werden die Kinder an diese Grundkenntnisse heran geführt.  

Das Abschiedsfest und deren Vorbereitungen bilden den Abschluss des Projektes: Für die Kinder ist es wichtig, nach einer langen Kindergartenzeit und einem „Stück Heimat“, behutsam auf einen Abschied und einen Neuanfang vorbereitet zu werden. Der Übergang von Kindergarten zur Grundschule soll durch die pädagogische Arbeit in der Kita erleichtert werden. „Wir schauen uns die Schule an, besuchen eine Unterrichtsstunde, zählen im Kindergarten die Tage bis zum Abschied und auch für die verbleibenden Kinder und Freunde ist es wichtig die Abschiedszeit bewusst deutlich zu machen und zu erleben“, so Thoms-Rungenhagen. „Das Abschiedsfest ist dann der Höhepunkt des Jahres und  wird unseren „Riesen“ dann sicherlich immer in einer guten Erinnerung bleiben!“  

„Wir freuen uns auf ein schönes, erlebnisreiches, letztes Kitajahr mit unseren „Riesenkindern“!“, so Katrin Lenschow. „Durch das neue Konzept sind sie bestmöglich auf den Schulbeginn vorbereitet und können entspannt in den neuen Lebensabschnitt starten.“