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Leitfaden für die Arbeit mit jungen MigrantInnen: Outlaw-Halle organisiert Asylrechts-Workshop


Wie läuft ein Asylverfahren von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen ab und welche Alternativen gibt es? Wie lange dauert das Asylverfahren? Und besteht die realistische Möglichkeit die eigene Familie nachzuholen?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten Workshops zum Thema "Einführung in Asyl- und aufenthaltsrechtliche Fragen" am 20. Januar in der Outlaw-Regionalgeschäftsstelle Halle. Rund 30 TeilnehmerInnen nahmen an dieser Weiterbildung teil, darunter Outlaw-MitarbeiterInnen aus Einrichtungen in Halle und Leipzig sowie MitarbeiterInnen des Jugendamtes Saalekreis und Amtsvormünder der Stadt Halle (Saale).

"Besonders wichtig war die Erkenntnis, dass es kein pauschales Vorgehen bei einem Asylverfahren gibt – genau wie bei den Hilfen zur Erziehung", erläutert René Schumann-Tewocht, Teamleiter von jugendPLUSberuf in Halle. "Auch hier werden alle Maßnahmen und Entscheidungen individuell erarbeitet und wir müssen das bei unserer Arbeit berücksichtigen." Für die Bleibeperspektive spielen unter anderem die individuellen Ziele der Jugendlichen eine Rolle. Dazu entwickelt sich die Rechtsprechung stetig weiter und alle AkteurInnen müssen sich über aktuelle Gesetzesänderungen oder Vorschriften informieren.

Als Referentin hatte Outlaw die Assessorin Kathleen Neundorf von der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) eingeladen, die den PädagogInnen wichtigen Grundlagen des Asylrechts für ihre Arbeit mit jungen und unbegleiteten Menschen vermittelte. Auf dieser Grundlage erarbeiteten alle Teilnehmenden gemeinsam einen Leitfaden, an dem sich die PädagogInnen orientieren können. Darüber hinaus tauschten sich die verschiedenen Workshop-TeilnehmerInnen in diesem Rahmen über ihre Arbeit mit den unbegleiteten Minderjährigen aus.

"Wir tragen bei unserer Arbeit jeden Tag eine große Verantwortung für alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und nun auch für die jungen Migrantinnen und Migranten – das wurde allen Workshop-Teilnehmenden neu bewusst", resümiert René Schumann-Tewocht.