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Inspirierend & zukunftsweisend - die ersten Norderneyer Gespräche


47 TeilnehmerInnen nahmen an den ersten Norderneyer Gesprächen teil

Begrüßung durch Prof. Dr. Christian Schrapper

„Flüchtlinge – Fremde – Freunde“ – das war das Thema der ersten Norderneyer Gespräche, zu denen Outlaw.die Stiftung interne und externe Fachleute sowie Menschen mit Fluchterfahrung eingeladen hat. 47 TeilnehmerInnen nutzten diese Gelegenheit, um im Tagungshotel Klipper auf Norderney über den eigenen Tellerrand zu schauen und abstrakt und dennoch grundsätzlich über dieses Thema zu diskutieren, immer mit dem besonderen Fokus auf Kinder, Jugendliche und ihre Familien sowie dem Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe.

Nach der  thematischen Einführung durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Schrapper, folgten Inputs verschiedener ExpertInnen. So beleuchtete Anna Rachlitz von SOS Kinderdörfer weltweit die Lage in Syrien während Nelli Fouma Soumaoro von Jugendliche ohne Grenzen und Niels Espenhorst vom Bundesverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge die Situation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland beleuchteten. Erwin Schindler, Referent beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge untermauerte die Diskussion mit aktuellen Zahlen und gab einen Einblick in die Ausrichtung der Arbeit des Ministeriums.

Zwischen den fachlichen Vorträgen kamen Menschen mit Fluchterfahrung zu Wort, die entweder schon seit längerem in Deutschland leben und über ihre Ankunft und die Integration in Deutschland berichten, oder Menschen, die gerade erst angekommen sind und die ersten Monaten im Land Revue passieren ließen. Immer wieder wurde deutlich, wie wichtig Bildung und bürgerschaftliches Engagement sind, wenn es darum geht Menschen zu integrieren. „Die Zivilgesellschaft in einer Kommune ist entscheidend. Welche Position kann mehrheitsfähig durchgesetzt werden – das trägt wesentlich dazu bei, wie gut und wie schnell Flüchtlinge integriert werden können“, brachte Gabi Gaschina, Bereichsleiterin bei der Outlaw gGmbH, in ihrem Vortrag über die Koordinierungsstelle Flüchtlingsarbeit in Osnabrück die Bedeutung der Menschen vor Ort auf den Punkt. Am Ende verabschiedeten die TeilnehmerInnen eine gemeinsame „Norderneyer-Erklärung“, die Spannungen und Kontroversen verdeutlicht und Perspektiven aufzeigt, eine Erklärung also, die Menschen und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe aufklären und hoffentlich auch ermutigen kann, sich schwierigen Themen selbstbewusst zu stellen.  

Die Norderneyer-Erklärung zu Positionen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland in Auseinandersetzung mit Flucht und Migration sowie Bilder der Veranstaltung, finden Sie in den nächsten Tagen unter www.outlaw-diestiftung.de