Menü schliessen

10 Jahre Mädchenhaus mia an der Studtstraße


Volles Haus in der Studtstraße 16 in Münster: Viele Gäste, darunter Kooperationspartner, ehemalige Mitarbeiterinnen, Freunde, Nachbarn und Förderer waren am 12. August im Mädchenhaus mia zu Besuch, um dessen 10-jähriges Bestehen zu feiern.

Ganz aufgeregt hatten die Mädchen mit dem ganzen Team dem großen Tag entgegen gefiebert. "Wir haben gemeinsam einen Großputz veranstaltet, die Mädchen haben das ganze Haus geschmückt und mit ihren Betreuerinnen einen Tanz einstudiert", berichtet Teamleiterin Mareike Henrichmann.

Die Einrichtung hat eine bewegte Geschichte hinter sich: nach der Gründung eines Mädchenkrisenhauses an der Magdalenenstraße 1999, wo betroffene junge Frauen kurzfristig, übergangsweise und anonym eine Anlaufstelle und einen Aufenthaltsort während einer Krise fanden, kaufte der damalige Outlaw e.V. noch eine Wohnung in Hiltrup dazu, in der längerfristig junge Frauen untergebracht werden konnten. Heute leben dort zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die ambulant betreut werden.

Nach Umstrukturierungsprozessen und der Neuordnung konzeptioneller Anforderungen der Mädchenkrisenarbeit, stellte sich 2005 heraus, dass man für das neue Konzept der Kopplung der Krisenklärung/Inobhutnahme mit einer längerfristigen Perspektivklärung in einer Mädchen-WG eine neue Immobilie benötigte. So kaufte die Outlaw gGmbH Anfang 2005 das Haus an der Studtstraße, wo das Mädchenhaus mia 2006 seine Arbeit aufnahm. Junge Frauen, die in ihrem familiären Umfeld eine Krise erleben, finden hier eine Anlaufstelle, um ihre Situation und Zukunftsperspektive in Ruhe zu klären. Bei Bedarf ist nach dieser Klärung eine weitere, langfristige Betreuung in der Mädchenwohngruppe möglich.

"Die Arbeit mit den Mädchen macht einfach Spaß", berichtet Bereichsleiterin Sabrina Oertker. "Wir haben hier viel Herzblut reingesteckt und möchten den Mädchen eine sichere Anlaufstelle und einen geschützten Raum bieten, in dem sie zur Ruhe kommen und ihr Leben neu ordnen können."