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Den richtigen Weg finden: 1. Interkulturelle Ferienakademie mit Bildungs-Workshops in Kretzschau


Ein Film, ein Radiobeitrag, Gips-Skulpturen und eine Chaos-Rallye: Das sind die Ergebnisse der ersten Ferienakademie von Outlaw Halle-Leipzig Anfang August in der Jugendherberge Kretzschau bei Zeitz. Unter dem Motto "Kennenlernen – Verstehen – Gestalten" kamen so auch erstmals 23 Jugendliche aus Deutschland, Afghanistan, Syrien und Somalia sowie BetreuerInnen aus Outlaw-Einrichtungen in Halle, Leipzig und Querfurt zusammen. Die Ferienakademie wurde unterstützt von der Stadt Leipzig, vom Verein "Zukunft für Kinder" aus Leipzig und vom "Lions Club Halle – Dorothea Erxleben".

"Das Ziel für die Ferien-Akademie war, dass sich die jungen Menschen aus den verschiedenen Ländern kennenlernen, in projektorientierten Bildungs-Workshops zusammenarbeiten und gemeinsam ein Produkt herstellen", betonte Steffen Kröner zur Abschlusspräsentation der Workshop-Gruppen und ergänzt: "Das ist in den sechs Tagen eindrucksvoll gelungen – vor allem auch dank der Betreuung der sechs mitgereisten Pädagoginnen und Pädagogen aus den Teams in Leipzig und Halle." Der Regionalgeschäftsführer gratulierte den Jugendlichen zur Abschlusspräsentation und überreichte TeilnehmerInnen-Zertifikate sowie jeweils einen Kompass, mit dem die jungen Frauen und Männer symbolisch auch nach der Akademie den richtigen Weg finden sollen.

Dass die Jugendlichen das können, zeigten die 14- bis 18-Jährigen in den Workshops, in denen alle ihre Ideen einbringen und gemeinsam mit den jeweiligen ExpertInnen umsetzen konnten. Zur Auswahl standen ein Video-Kurs samt Drehbuch schreiben, Filmen und Schnitt, ein Radio-Workshop, bei dem ein Beitrag mit Stimmen und Geräuschen produziert wurde, ein Bildhauerei-Kurs mit Gipsmaterialien und die Organisation einer Geländerallye mit Schatzsuche.

"Schon nach der Vorstellungsrunde mit dem Akademie-Leiter Heiko Fischer von jugendPLUSberuf in Halle, waren schnell die meisten Berührungsängste verschwunden und die Jugendlichen konzentrierten sich auf die Auswahl der Workshops", erinnert sich Michael Timpe, Bereichsleiter Halle/Saalekreis, und ergänzt: "Hier war die fachliche Einschätzung unserer BetreuerInnen gefragt, um die Jugendlichen auf die passenden Kurse aufzuteilen."

Neben den täglichen Workshops gab es rund um die Herberge viele Freizeitangebote: darunter Baden im See, Boot fahren, Kegeln, Billard, Volleyball, Fußball, Wandern und abends gemeinsam am Lagerfeuer sitzen. "Wir bedanken uns auch sehr bei den engagierten Herbergseltern für die freundliche und geduldige Aufnahme", ergänzt Elmar Matzner, Bereichsleiter Hilfen zur Erziehung Leipzig.

Gemeinsam mit alle Jugendlichen und den KollegInnen aus Leipzig, Halle und Querfurt werden die Bereichsleiter die erste gemeinsame Ferienakademie auswerten, denn es soll 2017 wieder ein Camp geben. "Wir sammeln im Team Ideen und werden bei der Planung alle Erfahrungen aus den Workshops und der Betreuung einfließen lassen. Und wir hoffen wieder auf die Unterstützung unserer Förderer, ohne die das Camp finanziell nicht möglich gewesen wäre", so Elmar Matzner.

Den Film zur Ferienakademie gibt´s hier.