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Lobende Worte zur Gewaltprävention: Ministerin Kampmann besucht Fachstelle der Fanprojekte in NRW


Eine tolerante und demokratische Fankultur ist das Hauptanliegen der Fußball-Fanprojekte in Nordrhein-Westfalen. Vor einem Jahr schlossen sich die LeiterInnen aus den aktuell 15 Projekten zu der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Fanprojekte zusammen, um die Interessen der Projekte und ihrer Schützlinge wahrzunehmen und zu vertreten – mit an Bord Soziologe Edo Schmidt, Leiter des FANport in Münster. "Wir leisten vor Ort sozialpädagogische Arbeit mit den jungen Preußenfans. Die Arbeitsgemeinschaft ermöglicht uns den gegenseitigen Austausch, aber darüber hinaus auch den Aufbau eines Netzwerkes in NRW mit vielfältigen Angeboten", sagt Edo Schmidt.

Die wichtige Arbeit der Fanprojekte honorierte nun auch Jugendministerin Christina Kampmann, als sie die Fachstelle der LAG Fanprojekte am 9. September in Düsseldorf besuchte und anerkennende Worte für die Beteiligten fand: "In unserem Land sind die Fanprojekte bewusst im Jugendministerium verankert. Unser Anliegen ist es, die Arbeit der Fanprojekte mit der Landesarbeitsgemeinschaft zu stärken und fachlich zu unterstützen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu Gewaltprävention."

Neben der Vermittlung von ExpertInnen und AnsprechpartnerInnen in der Region und der Unterstützung bei Projektplanungen im Bereich des internationalen Jugendaustausches, bietet die LAG auch zertifizierte Fortbildungsangebote zu relevanten Themen im Fußballbereich an – das sind zum Beispiel auch Qualifikationen im Bereich der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport fördert die Fachstelle der LAG Fanprojekte zunächst für eine Erprobungsphase von drei Jahren mit rund 150.000 Euro jährlich. Darüber hinaus unterstützt das Land die Arbeit der einzelnen Fanprojekte mit insgesamt rund 830.000 Euro pro Jahr. In Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell Fußball-Fanprojekte in Aachen, Bielefeld, Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Münster, Oberhausen, Paderborn und Wuppertal.

Fotos: © MFKJKS NRW / H. Severin