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Integration durch Sprachförderung: Bundestagsabgeordneter Axel Schäfer informiert sich über Sprachkita


Hoher Besuch in der Outlaw-Kita Querenburger Höhe in Bochum: Am 14. Oktober war der SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD Fraktion, Axel Schäfer, in der Einrichtung zu Gast, um sich über das Bundesprogramm Sprachkita zu informieren.

"Bereits vor fünf Jahren begann bei uns das Projekt unter dem Titel "Schwerpunktkita Sprache und Integration". Seitdem beschäftigen sich alle MitarbeiterInnen intensiv mit dem Thema Sprache und wie man Kinder alltagsintegriert darin unterstützen und fördern kann", berichtet Kitaleiterin Claudia Pedro.

Das macht Sinn, denn besonders bei Kindern mit Migrationshintergrund ist der frühe Spracherwerb, falls im Elternhaus nur wenig Deutsch gesprochen wird, sehr wichtig. Dem pflichtet Axel Schäfer bei: "Sprache bildet die Grundlage für Integration und ermöglicht den Kindern zudem Bildungschancen, die sie ohne die Förderung nicht hätten."

"Alltagsintegrierte Sprachförderung funktioniert bei uns, indem wir den Kindern zuhören, Interesse bekunden, den Alltag entschleunigen und sprachlich begleiten", berichtet Claudia Pedro. "Außerdem besuchen uns zwei Logopäden jeweils drei Stunden pro Woche, die die Kinder je nach Interesse sprachlich fördern. Das geht über Bilderbücher vorlesen und besprechen, im Sand spielen, malen oder was immer das jeweilige Kind für eine Idee hat."

Hier greift auch das Thema Partizipation: Die Mädchen und Jungen dürfen selbst entscheiden, was sie machen wollen. So entsteht ganz nebenbei eine Lernmotivation, die vom Kind selbst ausgeht und nachhaltig wirkt. Die deutsche Sprache verfestigt sich automatisch im Spiel und in der Interaktion mit der Fachkraft.

Um den qualitativ hohen Standard beizubehalten, nimmt das Team der Einrichtung regelmäßig an Supervisionen teil, in denen immer wieder das eigene sprachliche Handeln reflektiert wird und in denen die MitarbeiterInnen neue Impulse bekommen, wie sie ein Sprachvorbild für die Kinder sein können.

Oft bekommt die Kita Rückmeldungen von Schulen und Eltern, dass der Großteil der Kinder bis zum Ende ihrer Kita-Zeit die deutsche Sprache so gut beherrscht, dass es beim Übergang in die Schule keine Probleme gibt.

"Und genau das ist das Ziel unserer Arbeit", sagt Claudia Pedro. "Wenn es uns gelingt, Kindern Chancen zu eröffnen, die sie sonst nicht hätten, haben wir alles richtig gemacht!"