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Weihnachten "Querbeet"


"Querbeet" treibt Wurzeln: Im Rahmen des Osnabrücker Flüchtlingsintegrationsprojektes von Outlaw und terre des Hommes, gefördet von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, feierten ca. 100 Gäste aus den Osnabrücker Kleingartenvereinen "Deutsche Scholle" und KGV Süd am 11. Dezember im Vereinslokal des KGV Süd eine interkulturelle "Hexenweihnacht". Auch alle vier Flüchtlingsfamilien, die in das Projekt eingebunden sind, waren mit von der Partie.

Namensgeberin der Veranstaltung, die Handpuppe Hexe Bohnenstroh, führte, gespielt von ihrer "Erfinderin" Birgit Dittrich, durch das Programm und erzählte frech und vorlaut von ihren Abenteuern. Neben der kleinen Hexe gab es Kaffee und Kuchen vom Buffet und jede Menge Musik: Shermav Hamo aus Syrien spielte einige arabische Stücke auf seiner Oud, einer arabischen Laute. "Pottbäcker" Bernd Niehenke setzte dazu ein musikalisches Kontrastprogramm mit Akkordeonmusik.

Viel Aufregung und staunende Kinderaugen gab es nochmal ganz zum Schluss: Der Nikolaus kam zu Besuch und brachte Stutenkerle und von terre des hommes gespendete Wollsocken für alle Kinder mit. Das fanden besonders die Mädchen und Jungen der Flüchtlingsfamilien sehr spannend, denn der Nikolaus war in ihrer Heimat bisher keine bekannte Größe. Bei Familie Alzarzoar aus Syrien geht die Begeisterung für das Weihnachtsfest sogar so weit, dass sie dieses Jahr einen eigenen Weihnachtsbaum aufstellen - so geht die Integration voran.

Die Kinder kennen sowieso keine Grenzen zwischen Kulturen, Hautfarben oder Glaubensrichtungen. Fußball oder auf dem Spielplatz spielen, schaukeln, klettern, rutschen, durch die Gärten toben - das machen alle immer gern zusammen! Aber auch die Erwachsenen knüpfen durch Veranstaltungen wie diese und im Alltag in ihren Kleingärten Kontakte und bauen nach und nach einen guten Bekanntenkreis auf, der hilft, sich in der neuen Heimat zu "verwurzeln".