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24 Stunden umrühren! Schulprojekt Zehdenick besucht Schokowerkstatt in Berlin


"Wie wird eigentlich Schokolade hergestellt?" fragen sich Schüler*innen vom Outlaw-Schulprojekt Kompass Zehdenick und möchten alles über die Herstellung von Schokolade erfahren. Im Januar ist es dann soweit und eine Gruppe von fünf Mädchen und Jungen besucht in Begleitung der Outlaw-Sozialpädagoginnen Monika Schultz und Heike Wieland die Schokowerkstatt RITTERSPORT in Berlin.

Bevor es ans Schokolademachen geht, erklärt der freundliche Workshopleiter Markus Adler den Weg der Kakobohne bis zur Versendung der fertigen Schokolade. Wo werden Kakaobohnen angebaut? Was ist Fermentieren? Wieso wird Milchpulver und nicht Milch zur Vermischung eingesetzt? Fiona, Melissa, Justin, Kai und Nico staunen: 24 Stunden lang wird die dickflüssige Masse aus Kakaobutter, Kakaomasse, Milchpulver und Zucker in sogenannten Conchier-Maschinen gerührt, bevor sie zur quadratischen Schokolade gegossen wird. "Es war sehr lehrreich für die Kids zu erfahren, wie viel Arbeit und Mühe hinter dem Produkt Schokolade steckt. Die Fünf haben gut mitgemacht, als Herr Adler spielerisch ihr Wissen getestet hat", erzählt Monika Schultz.

Und endlich: Schokolade gießen! Zuvor waschen sich die Schüler*innen gründlich die Hände und trocknen diese gut ab – denn wie sie gelernt haben: Flüssigkeit macht die Kakaomasse unbrauchbar, deshalb wird Milchpulver anstatt Milch zur Herstellung verwendet. Dann öffnet Markus Adler zwei Schränke mit unterschiedlichen 'Schätzen': Gummibärchen, Puffreis, Schokolinsen, Knuspersternchen, Marshmellows und vieles mehr. "Bitte nicht zuviel Zutaten, ich weiß dann gar nicht, was ich nehmen soll", freut sich die vierzehnjährige Fiona. Drei Zutaten darf sich jeder dann für seine Schokolade aussuchen.

Aus der Conchiermaschine füllt Markus Adler nun in jedes Schälchen flüssige Schokolade ab. Jetzt muss es schnell gehen! Die Zutaten in die Schokomasse untermischen und in die Form gießen. Die gefüllten Formen klopfen die Schüler*innen an die Tischkante, wie es ihnen Markus Adler zuvor gezeigt hat. Fachmännisch überprüfen sie, ob sie dadurch die Luftbläschen verjagt haben. Schließlich kommen die Formen in den Kühlschrank, die Schälchen dürfen sie ausschlecken.

Während die Schokoladen aushärten, bemalen die Schüler*innen kleine quadratische Papierschachteln mit individueller Note. Die fertige Schokolade packen sie in Klarsichtbeutel gehüllt in ihre designten Schachteln. "Es war ein toller Ausflug, mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis. Vielen Dank an Markus Adler für einen wunderbaren Workshop", sagen Monika Schultz und Heike Wieland einstimmig. Für die erkrankten Schüler*innen, die nicht teilnehmen können, dürfen sie schließlich ein paar fertige Schokoladen mitnehmen. Mmh!

Das Schulprojekt Kompass Zehdenick wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.