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Eröffnung des neuen Outlaw-Hauptsitzes in Münster


Klaus Fröse vom Paritätischen Wohlfahrtsverband

Mit über 80 Gästen durfte die Outlaw-Geschäftsführung die Eröffnung des neuen Hauptsitzes feiern. Und während Dr.Friedhelm Höfener in seiner Rede all denen dankte, die maßgeblich am Umzug des Unternehmens von Greven nach Münster beteiligt waren und noch einmal positiv das offene und kommunikative Raumkonzept hervorhob, beschrieb Klaus Fröse vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Münster die Ursprungsgeschichte des Unternehmens, die im Herbst 1986 mit einem Schiff namens OUTLAW begann.

Der Trägerverein hieß damals „Jugendschiff Corsar e. V.“ – und hier boten Pädagog*innen Seereisen für Jugendliche an, die als besonders schwierig galten und deren Alternative Gefängnis oder Psychiatrie gewesen wäre. Doch der Verein steckte schnell in der Krise und es kam zur Auflösung, während eine Gruppe Jugendlicher auf See war. Aus dieser Krise heraus gründeten die Verantwortlichen den neuen Verein „Jugendschiff Outlaw e. V.“ und neben den Schiffsreisen wurde auch ein Angebot an Land geschaffen: Eine Wohngruppe nahe Münster. Um den Verein strukturell und zukunftssicher aufzustellen übernahm Christian Schrapper „das Ruder“ und relativ schnell entwickelte sich der Verein zu einem kleinen wirtschaftlichen Unternehmen. Die Reisen mit dem Schiff wurden zunächst weitergeführt, doch nach mehreren Anläufen war klar, dass diese nicht wirtschaftlich umzusetzen sind. Doch Outlaw als Jugendhilfeträger, der sich bestens mit Krisen auskennt und diese zu meistern weiß, setzte auf neue individuelle und passgenaue Angebote für Kinder und Jugendliche und auf Wachstum und Differenzierung.  

1991 begann die Arbeit am Standort Dresden mit einer Wohngruppe. Auch individualpädagogische Reiseprojekte gehörten mittlerweile zum Portfolio des Vereins. 1994 – also sieben Jahre nach der Gründung – beschäftigte Outlaw bereits über 50 Mitarbeiter*innen und wuchs weiter. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.650 Mitarbeiter*innen und ist breit aufgestellt: Von den Hilfen zur Erziehung – dem eigentlichen Kerngeschäft – über mittlerweile mehr als 50 Kitas, Schulprojekte, diverse Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Angebote der Flüchtlingsarbeit und der Mehrgenerationenarbeit bis hin zur Fansozialarbeit.  

„Jetzt stehen wir hier in diesem Gebäude, von dem Ihre Verwaltung ganze zwei Etagen besetzt und der Kreis schließt sich. Unsere Zusammenarbeit in Münster startete in den vergangenen Monaten, wie schon Ihre Unternehmensgeschichte begann: Mit einem Schiff. Das Projekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ ihrer Stiftung setzte sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft ein und machte auf die Situation flüchtender Menschen aufmerksam. Die Aktion hier in Münster war eine Zusammenarbeit von Outlaw und der Parität und ein voller Erfolg. Ich freue mich, diese gute Zusammenarbeit fortzuführen“, so Klaus Fröse.  

Auch Prof. Dr. Christian Schrapper und Gerald Mennen von OUTLAW.die Stiftung erinnerten noch einmal an die Ursprünge des Unternehmens und damit auch an die Geschichte des Namens Outlaw. Als Begrüßungspräsent übergaben sie ein Bild der OUTLAW, welches in den neuen Räumlichkeiten einen besonderen Platz erhalten wird.