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Spielerisch Regeln verstehen: Outlaw-Schulprojekt Sachsenhausen besucht ein Volleyballspiel


"Ohne Fleiß kein Preis" - dieses Motto haben erfolgreiche Sportler*innen verinnerlicht. Trainieren und Disziplin sind wichtig, um gesteckte Ziele zu erreichen. Was man alles noch vom Sport lernen kann, erlebten fünf Schüler*innen aus dem Outlaw-Schulprojekt Kompass Sachsenhausen vor ein paar Wochen bei einem Volleyballspiel. In Begleitung von Sozialpädagogin Anna Lehmann und zwei Elternteilen gingen Antoni, Ben, Jan, Jason, Lea und Max in die Berliner Max-Schmeling-Halle und fieberten bei dem Spiel der Berlin Recycling Volleys (aktuell: Deutscher Volleyballmeister 2018) gegen die Volleyball Bisons Bühl mit.

"Mit dem Ausflug wollten wir den Schüler*innen positiv und unterhaltsam vermitteln, wie Systeme funktionieren", sagt Anna Lehmann und führt weiter aus: "Das System Schule wird aus unterschiedlichen Gründen von einigen Schüler*innen gerade nicht als positiv erlebt und macht es ihnen schwer, sich in ihm einzufinden. Also suchen wir uns andere Bereiche, worauf sich die Teilnehmer*innen einlassen können und zum Beispiel Strukturen wie Zusammenhalt, Wertschätzung, Regeln, Gemeinschaft und Vertrauen erleben." Als Zuschauer*innen würden sie durch das Volleyball-Spiel ein Teil von dem System sein, das sie akzeptieren und in dem sie mitwirken können und wollen. Durch die unterschiedlich erlebten Gefühle könne die Übertragung auf das System Schule gelingen.

Die Begeisterung der Jugendlichen war groß. "Nachdem wir unserer Sachen abgegeben haben, sind wir in die Halle gegangen und haben uns im Block B ziemlich weit vorne Plätze gesucht", sagt die Kompass-Schülerin Lea und erzählt euphorisch weiter: "Das Spiel war ganz spannend. Wir haben den Berlin Volleys die Daumen gedrückt. Das hat geholfen, sie haben alle drei Sätze gewonnen, voll cool. Der Fanblock hat eine gute Stimmung gemacht, die uns angesteckt hat. Es gab zu verschiedenen Liedern eine Choreografie für das Publikum, da haben wir mit gemacht, das war echt witzig. Auf dem Heimweg haben wir immer noch gesungen und waren voll motiviert weiter anzufeuern. Ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug." Und Kompass-Schüler Jan stimmt mit ein: "Ich fand den Ausflug und die Rückfahrt ziemlich schön. Besonders die Maskottchen waren cool."

Der Ausflug diente auch als schöner Abschied von vier Schüler*innen des Porjektes. "Wir wünschen ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg und den nicht immer einfachen Weg durch die Schule", sagt Anna Lehmann. Das Kompass-Team bedankt sich bei Frau Kotynski und Herr Wunsch für die Begleitung des Ausfluges.

Die Schulprojekte "Kompass" werden gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.