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Beziehungsarbeit statt geschlossene Unterbringung

Outlaw feiert 30 jähriges Jubiläum


30 jahre Outlaw in der KatHo in Münster

Prof. Dr. Luise Hartwig und Gerald Mennen - Gründungsmitglieder des Outlaw e. V.

Von sieben Mitarbeiter*innen zu rund 1.800, von einem kleinen Schiffsprojekt für besonders herausfordernde Jugendliche hin zu einem differenzierten Angebotsspektrum für Kinder, Jugendliche und Familien – das ist die Bilanz von 30 Jahren Outlaw. Am 14. September feierte das Unternehmen sein Jubiläum und blickte zurück: Von den unkonventionellen und turbulenten Anfängen bis heute! Pädagog*innen der ersten Stunde, Förderer, Ehemalige, die in den ersten Wohngruppe lebten und viele Mitarbeiter*innen waren zu Gast in der KatHo Münster und ließen die Unternehmensgeschichte Revue passieren. 

Am Anfang standen zehn Jugendliche, die von einer pädagogischen Segelreise zurück kamen. Der damalige Träger musste schließen und es war unklar, wo und wie die Jugendlichen weiter betreut werden konnten. Also eröffneten einige Pädagog*innen kurzerhand die erste Wohngruppe und gründeten den Outlaw e.V. - nach dem Namen des Schiffes, auf dem sie ihre letzten Wochen verbracht hatten. 

Walter Bühler, einer der ersten Outlaw-Mitarbeiter, erinnert sich: „Wir hatten kein Wasser, keinen Strom, nur das Haus und eine Gruppe Jugendlicher, die keiner wollte. Ich hab den Jugendlichen dann gesagt: Entweder, wir kriegen das jetzt hin und haben ein Zuhause oder wenn nicht, dann seid ihr auf der Straße und ich brauche einen neuen Job.“

Neben der WG öffnete bald eine Zweite und auch Schiffsreisen bot der damalige Outlaw e.V. weiter an. Das Konzept hieß „Menschen statt Mauern“ - Beziehungsarbeit statt geschlossener Unterbringung. Mit der Zeit wuchs das Unternehmen, wurde zur gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung - und mit zunehmender Professionalisierung erweiterte sich auch das Angebotsspektrum: Neben den Hilfen zur Erziehung gehören heute Kindertagesbetreuung, offene Kinder- und Jugendarbeit, Schulprojekte, Flüchtlingsarbeit, Mehrgenerationenarbeit,Fansozialarbeit und viele spannende Projekte  zum Portfolio von Outlaw.

Mehr als 1700 Mitarbeiter*innen in mehr als 180 Teams, Einrichtungen und Projekten setzen sich jeden Tag mit viel Engagement und hoher Fachlichkeit für andere Menschen ein. Die wesentlichen Grundsätze hat Outlaw sich bewahrt: Damals wie heute stehen individuelle, passgenaue und bedarfsgerechte Hilfen im Sozialraum im Mittelpunkt, immer ergänzt durch innovative Konzepte. Kinderrechte, Partizipation, Inklusion und Interkulturalität werden in allen Einrichtungen gelebt und ihre Umsetzung ständig weiter entwickelt.

Der Link zum Film!

#wirsindoutlaw