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'Tohuwabohu' am Bundesweiten Vorlesetag: Das kleine Gespenst besucht die Outlaw-Kita Heerstraße


Das gab ein fröhliches 'Tohuwabohu', als das 'kleine Gespenst' am Bundesweiten Vorlesetag in der Berliner Outlaw-Kita Heerstraße erwachte. Zwar nicht pünktlich zur Geisterstunde, dafür jeweils für 30 Minuten, denn die Outlaw-Sprachfachkräftei Lisa Kossack und Jana Liesegang luden alle Elementar-Gruppen sowie Krippenkinder ab 3 Jahren gestaffelt zu einem multimedialen Vorlese-Erlebnis in die eigene Kinderbücherei ein: Sie präsentierten "Das kleine Gespenst. Tohuwabohu auf Burg Eulenstein" von Otfried Preußler als Bilderbuchkino mit einem 'echten' schlafenden Gespenst.

"Das Format des Bilderbuchkinos schafft interaktive Sprachanlässe, fördert die Erzählfähigkeit und Fantasie und steigert die Konzentrationsfähigkeit", sagt Lisa Kossack und führt weiter aus: "Des verknüpft mit auditiven und visuellen Reizen erweitert damit das Sprachverständnis und den Wortschatz der Kinder." So projizierten sie die Bilder an die Wand und begleiteten die Geschichte mit abgespielten Geräuschen wie zum Beispiel Glockenturmschlägen, Truhe knarzen, Hunde schnüffeln, Eulenrufe, Toilettenspülung und vielen mehr. Den Raum dunkelten sie passend zur Atmosphäre ab und erhellten ihn mit LED-Kerzen und Gespenster-Girlanden. "Bei den ersten Glockenturmschlägen waren die Kinder sehr überrascht, andere Geräusche brachten die Kinder zum Lachen", erinnert sich Jana Liesegang, die gemeinsam mit Lisa Kossack auch im Vorfeld die ganze Aktion vorbereitet hatte.

Zum Ende der Geschichte gab es für die Mädchen und Jungen jeweils eine kleine Aufgabe zu lösen. Das kleine Gespenst schlief doch tatsächlich in der Truhe, die neben der Leinwand aufgebaut war. Gemeisam überlegten sie, wie sie es wecken könnten. Dabei probierten sie verschiedene Ideen aus: anklopfen, laut "Aufwachen!" rufen und anderes. Das Gespenst schlief tief und fest. "Die Glocke!", rief ein Kind irgendwann aufgeregt und so ahmten die Kinder 12 Glockenschläge nach, so dass das Gespenst denken musste, es wäre Mitternacht. Es erwachte und brachte jedem Kind eine kleine Überraschung mit: Ein kleines Gespenst, worin ein Lolly versteckt war. Nach mehr als vier Stunden war der schöne Spuk vorbei.

Die beiden Veranstalterinnen ziehen ein positives Fazit: "Es war schön zu beobachten, wie aktiv die Kinder mitgemacht haben, sich die Bilder anschauten und die Geschichte teilweise selbst erzählten." Und Lisa Kossack reflektiert "Es ist spannend, was die Kinder auf den Bildern entdecken und wahrnehmen, wofür wir Erwachsene längst den Blick verloren haben. Dadurch lassen sie uns die Geschichte auch noch einmal mit anderen Augen sehen."

i Die Kita Heerstraße nimmt an dem Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil, einem Programm des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.