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Sprachliche Bildung in den Outlaw-Kitas


Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Im Rahmen des Bundesprogramms "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" erhalten Kitas dafür doppelte Unterstützung in Form von zusätzlichen Fachkräften mit Sprach-Expertise und einer Fachberatung.

Bei Outlaw nehmen bundesweit 18 Kitas am Sprach-Programm teil – darunter auch die Kita Rehefelder Straße in Dresden. Dort stehen die drei Programmschwerpunkten „Alltagsintegrierte Sprachförderung, Inklusion und Zusammenarbeit mit den Eltern“  im Fokus. In regelmäßigen Netzwerktreffen tauschen sich die Kita-Sprachkräfte aus, berichten über Best-Practise-Beispiele und lernen so voneinander. Zudem qualifizieren sie sich, indem sie an Arbeitskreisen teilnehmen, in denen zum Beispiel Videografie, feinfühlige Dialoghaltung sowie Beobachtungsmethoden Thema sind. Dieses Wissen geben die Fachkräfte als Multiplikator*innen an das gesamte Team weiter. Ziel des Projektes ist es, alle Mitarbeiter* innen der Einrichtung für das Thema zu sensibilisieren, um nach Ende der Projektphase eigenständig agieren zu können.

Die Kita Rehefelder Straße ist seit Februar 2017 dabei und begeistern von dem Projekt: „Aus unserer Sicht profitiert jedes Kind von der Qualifizierung des Kita-Teams in alltagsintegrierter sprachlicher Bildung“, so Kita- Leiterin Katja Hillenbrand und ergänzt: „Es ist schön, dass wir eine Kollegin aus den eigenen Reihen für diese Position gewinnen konnten, denn so war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit direkt möglich.“ Anhand von einer IST-Stand Erhebung wurde überprüft, was bereits gemacht wird und wo noch Entwicklungsbedarf vorhanden ist. Im Anschluss wurden drei Themenbereiche erarbeitet, um die alltagsintegrierte Sprachförderung als grundlegendes Thema zu etablieren. Ein zusätzliches Augenmerk setzte das Team auf eine feinfühlige Dialogunterhaltung bei der geschaut wird, wie auch in beispielsweise stressigen Situationen korrekt mit dem Kind gesprochen wird oder es immer wieder wertschätzend Aufmerksamkeit erhält, durch gezielte Fragen oder Gespräche. Auch die Bücherpräsentation in der Kita wurde grundlegend angepasst: „Im ganzen Haus standen viele Bücher zur Verfügung, jedoch meist lieblos in den Regalen oder sie wurden zum Spiel zweckentfremdet. Wir haben nun in der gesamten Kita gemütliche Leseecken mit Plüschsofas, alten Stehlampen und Teppichen hergerichtet. Die Auswahl der Möbel kam ganz alleine von den Kindern“, so Katja Hillenbrand. Zweimal in der Woche kann sich die Einrichtung über eine Vorleserin freuen. Bärbel Jansen, die von den Kindern liebevoll „Leseoma“ genannt wird, liest den Mädchen und Jungen vor. Die Auswahl der Bücher treffen alle gemeinsam.

Die letzten zwei Jahre des Projektes werden nun intensiv genutzt, um die sprachförderlichere Arbeit im Haus noch sichtbarer zu machen: „Unsere Kooperationen mit Bibliotheken und Lesepaten werden intensiviert und unsere Angebote passgenau auf die Elternbedürfnisse- und Wünsche zugeschnitten. Dies kann in Form von Elterncafés, der Organisation von Elternabenden mit externen Referenten oder einfach durch das Gespräch mit Eltern, die sich Sorgen um die Sprachentwicklung ihres Kindes machen, passieren. Es gibt noch eignes zu tun, aber die Arbeit zahlt sich am Ende aus“, ist sich die Kita-Leiterin sicher.