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Pelmeni, Avocado und Sucuk: Internationale Esskultur beim Outlaw-Schulprojekt Sachsenhausen


Über das ganze Schuljahr 2018/2019 hinweg verwandelte sich die Küche der Jean-Clermont-Oberschule jeden Freitag in ein Internationales "Restaurant". Die Jugendlichen der 7. und 8. Klasse aus dem Outlaw-Schulprojekt Sachsenhausen kochten gemeinsam mit den Outlaw-Team, der Sozialarbeiterin Astrid Naefe und dem Sozialarbeiter Dirk Berdychowski, kulinarische Leckereien aus Italien, Mexiko, Russland, Spanien, der Türkei und den Vereinigten Staaten sowie andere landestypische Gerichte aus fernen Ländern. 

"Besonderen Wert legten dabei alle auf die gute Planung und Organisation", erzählt Astrid Naefe und führt weiter aus: "So wurden an einem Freitag mit allen Schüler*innen des Projektes an einem Angelteich Forellen gefangen, die am folgenden Freitag gemeinsam verschieden zubereitet wurden." So wurden die Forellen gebraten, geräuchert oder auch gekocht gegessen: Für jeden Geschmack war etwas dabei! Die Teilnehmer*innen hatten schließlich die Idee, sich innerhalb des Freitagskochens auf internationale Küche zu spezialisieren. So kam es, dass jeden Freitag Gerichte aus verschiedenen Nationen aufgetischt wurden. "Hierzu gehörte eine sorgfältige Vorbereitung. Teilweise konnten wir die Zutaten nur in Spezialgeschäften besorgen", lächelt Astrid Naefe.

Durch den internationalen Fokus kamen auch die Schüler*innen nichtdeutscher Herkunft zum Zuge: "Alexander, der in Russland geboren ist und regelmäßig dort seine Familie besucht, konnte uns prima dazu anleiten, Pelmeni zuzubereiten – auch die Zutaten und den dazugehörigen Pelmeni-Drücker brachte er mit", sagt Astrid Naefe begeistert und erzählt weiter: "Jan hat türkische Freunde. Mit ihrer Hilfe konnte ein tolles türkisches Gericht gezaubert werden, den passenden Tee reichte er uns auch noch dazu."

Durch das gemeinsame Kochen in den Kleingruppen kamen die Schüler*innen gut miteinander ins Gespräch und halfen sich gegenseitig. "Erstaunlicherweise ist der Umgang und das Herstellen von Speisen für die meisten Kinder unseres Projektes eine neue Erfahrung und damit auch bisweilen eine große Herausforderung. Das gemeinsame Essen ist dann ein guter Lohn!", lobt das Team abschließend. 

Die Schulprojekte "Kompass" werden gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.