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#unteilbar: Was können wir tun? Politische Erfahrungen und Engagement in Sachsen


Unter der Überschrift „RECHTSRUCK in SACHSEN – was können wir tun“ trafen sich am Freitag 25 Leitungskräfte aus der Region Sachsen im Stadtteilzentrum EMMERS, um gemeinsam die aktuelle politische Situation in Sachsen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu diskutieren. Gemeinsam suchten die Teilnehmer*innen nach Möglichkeiten, sich im Rahmen ihrer Arbeit zu gesellschaftspolitischen Themen zu positionieren und formulierten dazu Ideen zur Umsetzung und Abstimmung innerhalb des Jugendhilfeträgers.

„Wir haben gefragt, wie können wir professionell und zeitnah auf politische Themen in unserem Arbeitsbereich reagieren“, erläutert dazu Steffi Ulbricht, Bereichsleiterin Hilfen zur Erziehung bei Outlaw Sachsen, und erklärt: „Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es oder wie gehen wir vor, wenn wir ein Anliegen für ein politisches oder gesellschaftliches Engagement haben? Diese zentralen Fragen waren der Ausgangspunkt unserer Sondersitzung.“

Zum Auftakt der Sitzung gab Danilo Starosta von der Fachstelle Jugendhilfe beim Kulturbüro Sachsen einen fachlichen Input zur aktuellen politischen Situation Sachsen. Darunter war ein kurzer, aber sehr intensiver Abriss über die Entwicklung der politischen Landschaft, mit besonderem Blick auf die rechten und nationalistischen Organisationen in Sachsen und im Bundesgebiet. „Es ist erstaunlich und bedenklich, wie viel wir nicht wissen!“ sagte ein Teilnehmer nach dem Vortrag. Moderiert von Tobias Heinemann folgte dann die Diskussion der Leitungskräfte aus den Bereichen Hilfen zur Erziehung, Kita & More sowie der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, in welcher Weise diese Entwicklungen die Arbeit der Einrichtungen beeinflussen und wie sie diesen Entwicklungen begegnen können.

Anschließend sammelten die Teilnehmer*innen in kleinen Gruppen in der Workshop-Methode des World-Cafés an vier Tischen Thesen, Forderungen, Ideen und clusterten diese. An jedem Tisch gab es eine Leitfrage: Christian Ehrt vom Hort der 26. Grundschule moderierte zu: Wo begegnet uns das Thema, sich politisch engagieren zu wollen und wo möchten und können wir das tun? Sandra Anders, Leiterin des Horts an der 147. Grundschule, moderierte zu: Was brauchen wir dafür von der Unternehmensführung? Am Tisch von Thomas Venske, Teamleiter des ambulanten Teams Pieschen, stand die Frage im Mittelpunkt, wo und wann sich die Mitarbeiter*innen unsicher sind, ob und wie sie sich engagieren können? Anja Müller, Teamleiterin vom Offenen Jugendhaus Riesa moderierte die Frage, wie politisch die Arbeit aktuell überhaupt ist?

Aus den Erkenntnissen formulierten die Leitungskräfte in einer angeregten Diskussion Ableitungen, die in Kürze weiter diskutiert werden sollen.

Heute findet in Dresden die #unteilbar-Demonstration statt – weitere Informationen: www.unteilbar.org/dresden