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Fußball vereint neue und alte Schützlinge: Interkulturelle Inobhutnahme Hamm beim Maltesercup


Zum zweiten Mal in Folge nahmen die Jugendlichen der Outlaw-Einrichtung Interkulturelle Inobhutnahme Hamm (kurz: IION) am diesjährigen "Malteser-Cup" in Hamm teil. Beim beliebten Hobby-Fußballturnier, an dem Jugendliche ab 12 Jahre teilnehmen können und das am 28. September 2019 seine neunte Auflage feierte, kamen Jugendliche aus Jugendhilfeeinrichtungen, Einrichtungen für Geflüchtete und Schulen der Stadt Hamm und Umgebung zusammen.

Da eine Mannschaft aus mindestens sechs Leuten bestehen muss, kontaktierte das IION-Team ehemalige Jugendliche der Einrichtung. "Es ist fantastisch zu sehen, dass wir sofort 10 ehemalige Jugendliche begeistern konnten, mit uns an dem Turnier teilzunehmen", sagt IION-Koordinator Dominic Köhne und führt weiter aus: "Manche waren vor über zwei Jahren bei uns aber der Kontakt ist nie ganz abgebrochen". Sehr schnell stand somit die Mannschaft fest, dann galt es nur noch die organisatorischen Hürden zu meistern: "Ein paar Jungs wohnen noch in Hamm. Viele wohnen mittlerweile aber auch in Münster, Dülmen und Umgebung", erklärt Dominic Köhne. So war der als gemeinsamer Treffpunkt erkoren, von hier aus gingen sie am frühen Morgen zum Fußballplatz am Maximilianpark auf.

Die roten Outlaw Shirts, die sonst zum Firmenlauf genutzt werden, brachten der Mannschaft Glück: In fünf Spielen gab es fünf Siege und eine Tordifferenz von 18:1. "Wir sind super ins Turnier gestartet und hatten ein richtig gutes Team zusammen", erzählt Dominic Köhne stolz. Direkt nach dem ersten Spiel seien bereits zwei Jugendliche "geklaut worden". Ein Jugendlicher half bei der Flüchtlingshilfe Hamm aus, da das Team zu wenige Spieler hatte. Der andere hätte lieber für Outlaw gespielt, musste dann aber doch für seine neue Einrichtung in Münster "ran".

Nach einem erfolgreichen Start war im Achtelfinale dann leider Schluss – die Bewohner einer ZUE brachten die unglückliche Niederlage. Dominic Köhne zieht ein positives Fazit: "Nach der ersten Enttäuschung waren wir mit dem Erreichten sehr zufrieden. Und es war einfach herrlich zu sehen, wie sich die Jungs mit uns als Einrichtung verbunden fühlen und sofort am Start waren."