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„VorbeigeRAUSCHt?!“ 1. Outlaw-Fachtag zur Suchtmittelprävention in Dresden


Die Teilnehmer*innen des Fachtags

Frau Tonn und Herr Lindner von der Jugend- und Drogenberatungsstelle in Dresden

QuaSIE-Koordinatorin Kathleen Tzschoppe

Rauschbrillenparcours

Workshop "Okay-Risiko"

Suchtmittelkonsumierende Jugendliche erreichen und nicht vorbeiRAUSCHen lassen: Dieses übergreifende Ziel verfolgte der erste Outlaw-Fachtag zur praxisorientierten Suchtmittelprävention am 5. November 2019 in Dresden. Unter dem Titel „vorbeigeRAUSCHt?!“ tauschten sich im Stadtteilzentrum EMMERS insgesamt 35 pädagogische Fachkräfte aus Outlaw-Teams sowie der Jugend- und Drogenberatungsstelle der Landeshauptstadt Dresden aus.

Organisiert wurde der Fachtag von dem QuaSiE-Team – Qualifizierte Suchtprävention in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe – des Outlaw-Bereichs Hilfen zur Erziehung in Sachsen.

Der Einladung des QuaSiE-Teams folgten Outlaw-Mitarbeiter*innen aus Cottbus, Dresden, Großenhain, Leipzig und Riesa, die so für einen Wissenstransfer in die Teams der Regionen sorgen. Einen gelungenen Einstieg ins Thema gestalteten Frau Tonn und Herrn Lindner von der Jugend- und Drogenberatungsstelle in Dresden, ein wichtiger Kooperationspartner im Bereich Suchtprävention der Jugendhilfe und auch der Outlaw gGmbH. Die Bedeutung der Verhältnisprävention, also die die Gestaltung der Umgebung im Sinne eines erschwerten Zugangs zu Suchtmitteln, spiegelte sich in der Ergebnisvorstellung des QuaSiE-Projektes wider. Nach diesem theoretischen Input stand der Umgang mit suchtmittelkonsumierenden Jugendlichen, d.h. die Verhaltensprävention im Fokus.  

„Es war eine gelungene Veranstaltung aus fachlicher und organisatorischer Sicht. Wir haben die Methoden zur Suchtprävention vorgestellt, von denen wir überzeugt sind und die auch für unsere Kolleg*innen nutzbar sein sollen“, resümiert Kathleen Tzschoppe, Koordinatorin des QuaSiE-Projektes bei Outlaw, den Fachtag. Das Team bereitete vier Stationen vor, an denen die Teilnehmer*innen Methoden kennenlernen und ausprobieren konnten: Die Pädagogische Haltung zum Suchtmittelkonsum kann durch das ok-Risiko-Spiel reflektiert werden. Die Kurzintervention „Rauchfrei Jetzt! bietet die Chance tabakpräventiv zu arbeiten. Der Rauschbrillenparcour dient der Simulierung körperlicher Einschränkungen durch den Konsum von Alkohol und wird entsprechend Gesprächsanlass für Rauschrisiken. Ergänzt wurde dieser Workshop durch eine Methode, in der Jugendliche selbst Regeln bezüglich des Alkoholkonsums formulieren sollen. Außerdem wurde anhand der Motivierenden Gesprächsführung ausprobiert wie bei cannabiskonsumierenden Jugendlichen eine Veränderungsbereitschaft aufgebaut werden kann.

In der Methodenbox, die jeder Teilnehmer am Ende der Veranstaltung erhielt, befanden sich die Anleitungen und das Material aller vorgestellter Methoden, sowie weitere Anregungen für einen suchtmittelpräventiven pädagogischen Umgang mit Jugendlichen.

Teilnehmer Mirko Haase, Teamleiter der Wohngruppe Blochmannstraße Dresden, lobt den Fachtag als rundum gelungen: „Das investierte Engagement war transparent anzusehen und zugleich gewinnbringend für alle Beteiligten. Die Rahmenbedingungen überzeugten auf ganzer Linie, aufgrund des gut organisierten und stringenten Ablaufs, wurde es zu keiner Zeit langatmig und in der ausreichenden Pause wurden wir mit einem wirklich tollen Buffet verwöhnt. Neben der lockeren und angenehmen Umsetzung wurde im Kern ein hoher Zugang von Bildung gestaltet, der uns mit dem vielfältigen Methodenkoffer, eine Sammlung von Anwendungsmöglichkeiten, für die Praxis mitgegeben wurde."

Dem schließt sich Bereichsleiterin Steffi Ulbricht an: „Dieser Tag ist mit hohem Engagement des QuaSiE-Teams über einen längeren Zeitraum vorbereitet und nun auch durchgeführt worden, dafür möchte ich allen danken.“