Menü schliessen

Hauptstadtzulage für alle: Outlaw fordert Gleichbehandlung für alle Erzieher*innen


Die Outlaw Kinder- und Jugendhilfe mit insgesamt neun Kitas in Berlin begrüßt die geplante „Ballungsraumzulage“ als finanzielle Entlastung für Menschen mit geringem Einkommen in Berlin. Allerdings darf die sogenannte „Hauptstadtzulage“, die ab November 2020 für Beschäftigte des Landes Berlin eingeführt werden soll, nicht nur für die Mitarbeiter*innen der Landes-Kitas gelten.

Denn: In Berlin sichern freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe mehr als 79 Prozent der Kitaplätze, die das Land Berlin vorhalten muss. Die neue Hauptstadtzulage kommt den Beschäftigten dieser Einrichtungen allerdings nicht zu Gute. Diese erhalten nur die Beschäftigten der landeseigenen Betriebe. Das Vorhaben der Landesregierung widerspricht deshalb dem Grundsatz der Gleichbehandlung und ist schlicht ungerecht.

Dr. Friedhelm Höfener, Outlaw-Geschäftsführer: 
„Abgesehen davon, dass die Beschäftigten aller Kitas in Berlin hervorragende Arbeit leisten und dafür nicht unterschiedlich entlohnt werden dürfen, entsteht durch diese Hauptstadtzulage gerade im Hinblick auf die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt ein Ungleichgewicht. Die Folge werden nicht nur weitere Mitarbeiter*innen-Wechsel sein. Für die freien Träger wird es mit dieser Konkurrenz noch schwieriger werden, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Darunter wird die Betreuungsqualität in den Kitas leiden und das kann nicht das Ziel dieser Zulage sein. 

Wir fordern deshalb: Hauptstadtzulage ja, aber auch für die Beschäftigten der freien Träger, die im Auftrag des Landes Berlin arbeiten!“

Hintergrund zur geplanten „Ballungsraumzulage“

Ab November 2020 sollen Angestellte, Beamt*innen sowie Erzieher*innen und weitere Mitarbeiter*innen des Landes Berlin eine monatliche Zulage von 150 Euro bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass sie weniger als 5000 Euro pro Monat verdienen. Das haben die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen beschlossen und in den Haushaltsentwurf 2020/21 aufgenommen. Begründet wird die Zulage mit den in den vergangenen Jahren gestiegenen Preisen für Wohnen und Leben in Berlin. Weitere Informationen finden Sie hier.