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3. Norderneyer-Gespräche: Bildung ist ein Menschenrecht

Die 3. Norderneyer Gespräche im Klipper – kann man da schon von einer kleinen Tradition sprechen? „Das ist vielleicht irgendwann mal eine Frage für Historiker“, so Gerald Mennen von Outlaw.die Stiftung. „Was ich sagen kann ist, dass wir auf Norderney mal wieder erleben durften, wie viele Kollegen*innen bei Outlaw für dieses Thema und für ihre Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und Familien brennen.“


Bildung ist ein Menschenrecht, so der Titel der Expertengespräche am 13. und 14. Februar auf der stürmischen Nordseeinsel. Es war die gut abgewogene Mischung aus externen Experten*innen und Fachleuten bei Outlaw, aus kurzen aber inhaltlich sehr prägnanten Inputs der Referenten*innen und lebhaften Diskussionen zwischen den Vorträgen, die die Veranstaltung kennzeichnete.

Eine zentrale Frage war, wie Bildungsgerechtigkeit in einer ungerechten Gesellschaft hergestellt werden kann: Grundsätzliche Widersprüche (z. B. dreigliedriges Schulsystem) aber auch viele große und kleine Hindernisse und Widerstände (Kinderarmut, fehlende Unterstützung etc.) wurden in den Vorträgen und in den Diskussionen benannt. Und es wurde schnell klar, dass das Wissen und auch die praktischen Erfahrungen vorhanden sind, um zu zeigen, wie gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen gelingen kann. Da muss man nicht zurückgehen bis zu den Reformpädagogischen Ansätzen der 20iger Jahre des letzten Jahrhundert, um hier die historische Perspektive noch einmal zu bemühen. Auf Norderney wurde eindrucksvoll aufgezeigt, wie gute Bildung in Schule und Jugendhilfe gelingen kann, wenn man sie lässt.

Am Ende der Gespräche wurde die Grundlage für die Norderneyer Erklärung erarbeitet. Diese wird jetzt von einem Redaktionsteam ausformuliert und soll dann als Orientierungspunkt für die Arbeit bei Outlaw aber auch darüber hinaus dienen.