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Neue "Löwenbändigerin und Beziehungskünstlerin": Outlaw-Kita übernimmt Auszubildende


"Meine Arbeit wird wertgeschätzt", sagt Outlaw-Erzieherin Anjouschka Baumann zufrieden und stolz. Sie hat in der Berliner Outlaw-Kita Am Maselakepark und an der Fachschule für Sozialpädagogik des Campus Berufsbildung e.V. ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin absolviert. Zu ihrer Freude übernahm sie die Kita zum 1. Februar 2020 als feste Erzieherin ins Team. Damit gehört sie zu vier Glücklichen bei Outlaw-Berlin. Insgesamt zählt Outlaw 106 Auszubildende in den Jahren 2019/2020, davon 35 in Berlin.

Der Soziale Bereich hat Anjouschka Baumann schon immer interessiert, sodass sie nach ihrem Abitur ihr Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kreuzberger Kita machte. Die Zeit war jedoch noch nicht reif, so dass sie sich vorerst nach anderen Herausforderungen umschaute. Sie entschied sich für eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Während dieser Zeit hatte sie wiederum ein prägendes Erlebnis für ihre heutige Berufswahl: "Ich traf eine Mutter mit ihren Kindern, die ich aus meiner FSJ-Zeit kannte. Während sie noch im Geschäft war, liefen drei ihrer Kinder aus dem Laden. Ich sammelte sie ein und begleitete die Familie nach Hause. Dort passte ich fast fünf Stunden auf die Kinder auf. Die Zeit verlief für mich wie im Fluge und ich fühlte mich gut und erfüllt." Von diesem Zeitpunkt an – als Erzieherin arbeiten zu wollen bis zu ihrem Beginn bei Outlaw – vergingen fast drei Jahre, denn sie beendete die erste Ausbildung und arbeitete danach erst einmal in einem Minijob als Frisörin.

Bei ihrer Recherche nach einem Ausbildungsplatz stieß sie auf die Kita Am Maselakepark. "Anjouschka ist sehr engagiert, sehr motiviert – eine Bereicherung für das Team", sagt Kita-Leiterin Christa Waschke. Nach ihrer Initiativbewerbung ging alles ganz schnell und der Probearbeit folgte der Ausbildungsstart. Eine Entscheidung, die sie heute feiert!

"Meine Aufgabe ist es, den Alltag mit und für die Kinder zu gestalten. Ich bin eine Löwenbändigerin und Beziehungskünstlerin, denn ich unterstütze die Kinder, sich auf ihren individuellen Wegen der Welt zu stellen. Besonders die Bildungsbereiche Kommunikation und Kunst liegen mir am Herzen." Außerdem organisiere sie weiterhin Ausflüge mit den Kids in den Spandauer Forst, das habe sie bereits während ihrer Ausbildung gerne getan und es wurde dankbar angenommen.

"Jeder Tag ist spannend und anders! Ich kann meine Stärken nutzen und einbringen. Meine Arbeit wird wertgeschätzt – von den Kids, den Eltern, der Kita-Leitung und dem Team", freut sie sich und führt weiter aus: "Besonders der Teamzusammenhalt gefällt mir sehr gut und bietet dadurch ein entspanntes und gutes Betriebsklima. Heutzutage gehe ich immer motiviert zur Arbeit. Das verdanke ich dem Team, das mich so mit meinen Stärken und Macken akzeptiert, wie ich bin."

"Holpersteine" überwindet die 28-Jährige deshalb auch positiv. Durch Schwangerschaften und Krankheitsfällen kam es zum Beispiel dazu, dass sie während ihrer Ausbildung unterschiedliche Anleiter*innen hatte. "Ich habe so verschiedene Persönlichkeiten und Stile kennengelernt, von allem kann ich etwas für mich übernehmen. Ich habe viel gelernt", schlussfolgert sie und lacht bei dem Vergleich mit dem afrikanischen Sprichwort "Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf." Das träfe somit auch auf sie zu.