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Haushaltslage, Stadtteilarbeit & Jugendhilfe: Austausch mit Barbara Klepsch im EMMERS


Jens Hilgner und Barbara Klepsch vor dem EMMERS

Gestern besuchte Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, das Outlaw-Stadtteilzentrum EMMERS in Dresden und informierte sich über die aktuelle Situation und Themenlagen in einem offenen Kinder- und Jugendhaus. Die Ministerin zeigte sich vor allem interessiert an den flexiblen, kreativen und digitalen Angeboten des EMMERS-Team während des Corona-Lockdowns im Frühjahr.

„Dank unserer individuell erarbeiteten Angebote, analog vor Ort oder digital, konnten wir auch flexibel auf alle Wünsche unserer Besucher*innen reagieren“, beschreibt Jens Hilgner, Leiter des EMMERS. „Darunter war unser <<Mittagstisch to go>>, selbstgenähte >>Masken to go!<< und eben auch Beratung und Hilfe über den Gartenzaun.“

So funktionierte z. B. der „Mittagstisch to go“.

Rund 90 Minuten nahm sich Barbara Klepsch Zeit und tauschte sich mit Jens Hilgner über Entwicklungen im Stadtraum Dresden-Pieschen und die aktuelle Haushaltslage in Dresden aus. Denn in der Stadt steht der Beschluss des Doppelhaushaltes für 2021/22 im Kontext wirtschaftlicher Engpässe aufgrund der Corona-Pandemie an. Kürzungen von bis zu 5 Millionen Euro im Bereich der Dresdner Offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen zur Diskussion.

Das daraufhin gegründete Bündnis „Jugendarbeit sichern – Kürzung verhindern!“ führte seitdem verschiedene Aktionen durch, an denen sich auch Dresdner Outlaw-Projekte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aktiv beteiligen. „Stand heute stehen nun immerhin noch 600.000 Euro zur Debatte“, so Jens Hilgner. „Diese Summe ist noch immer groß, steht aber in keinem Verhältnis mehr zu der Summe im September.“ Im Gespräch versprach Barbara Klepsch, dieses Thema im Rahmen der Dresdner Haushaltsdebatte mitzunehmen.

Und auch die Staatsministerin hatte einen Wunsch: In ihrem Pieschener Büro soll es demnächst eine Ausstellung geben und dafür sucht sie noch junge Künstler*innen. „Daran beteiligen wir uns natürlich gern und ich bin sicher, dass viele Kinder und Jugendliche aus unserem Haus Lust haben, sich einzubringen“, so Jens Hilgner.

Beim anschließenden Hausrundgang stellte das EMMERS-Team die verschiedenen Räume und Angebote im Stadtteilzentrum vor und die Ministerin verschaffte sich einen persönlichen Eindruck über die aktuelle Arbeit in Zeiten von Covid-19 im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Darüber berichtet die Ministerin auch auf ihrer Facebook-Seite.