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Kitaöffnung während des Lockdowns: Kita-Fachkräfte fordern Flexibilisierung des Regelbetriebs


Kita-Regelbetrieb bis ganz zuletzt: Geht es nach dem Willen der Politik, werden die Kindertagesstätten in diesem Lockdown für alle Familien geöffnet bleiben. Eine Notbetreuung nur für Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen wie im Frühjahr soll um jeden Preis vermieden werden.

Doch was tun, wenn vermehrt pädagogische Mitarbeiter*innen erkranken oder sich in eine häusliche Quarantäne begeben müssen?

Jetzt melden sich diejenigen zu Wort, die den Kita-Regelbetrieb in den kommenden Wochen sicherstellen müssen: In einem offenen Brief haben sich Kita-Fachkräfte von über 30 freien Trägern, darunter auch Outlaw, an die Politik gewandt mit der Forderung, mehr Rückendeckung bei der Flexibilisierung des Regelbetriebs zu erhalten.  

„Auch wir können uns mit COVID 19 infizieren. Und wenn das passiert, dann begeben wir uns natürlich sofort in Quarantäne – genau wie die Kollegen und Kolleginnen, mit denen wir in der fraglichen Zeit Kontakt hatten. Kindertagesstätten ohne Personal können nicht geöffnet bleiben, auch wenn die Politik gerade gebetsmühlenartig das Gegenteil beteuert“ heißt es in dem Schreiben.

Die Unterzeichner kündigen an, das Gespräch mit den Eltern zu suchen, falls sich der krankheitsbedingte Personalausfall in den kommenden Wochen verschärfen sollte – um gemeinsam Lösungen zu finden, wie der Betreuungsalltag aufrecht erhalten werden kann. Dabei seien die Kita-Leitungen aber auf das Wohlwollen der „bereits stark gebeutelten“ Familien angewiesen.

Von der Politik fordern die Kita-Mitarbeitenden deshalb Rechtssicherheit beim Aushandeln abgestufter Modelle des Regelbetriebs – damit Eirichtungen auch bei großen Personalengpässen geöffnet bleiben können. Dazu gehören die Vergrößerung oder Auflösung von bisher getrennt betreuten Gruppen, die Einschränkung von Öffnungszeiten und die zeitlich befristete Verkürzung von Betreuungszeiten als letztes Mittel.

Den ganzen Brief finden Sie unter folgendem Link: Brief an Deutschland