Menü schliessen

Pflegefamilien: Zwischen Lockdown, Schulschließung und Krisenmanagement


Seit 16. Dezember 2020 gilt bundesweit erneut ein Lockdown, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Kinder und Jugendliche bleiben wieder zu Hause – auch Erziehungsstellenkinder, die in einer professionelle Pflegefamilie leben. Dazu gehört Leila*, eine 8-jährige Grundschülerin, die seit Sommer 2019 in der Vollzeitpflege einer sächsischen Erziehungsstelle der Outlaw gGmbH lebt.

Ihre Pflegemutter hat eine 16-jährige Tochter, ist alleinerziehend und arbeitet in Teilzeit als Lehrerin. Die Pädagogin weiß, was der erneute Lockdown für ihre Familie bedeutet, denn im Frühjahr war eine ganz kleinteilige Organisation notwendig: Homeschooling mit Leila, Unterstützung für die große Tochter, möglichst allein einkaufen und Versorgung der 83-jährigen Mutter. „Parallel dazu waren immer die Ängste da: Schaffe ich das alles, kann ich allen gerecht werden – der Erziehungsstellenarbeit, dem Mutter-Sein, der Arbeit als Lehrerin?“, beschreibt die Pädagogin rückblickend.

Den ganzen Artikel über den Lockdown im Frühjahr lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe der update. (S. 22-24)

Auch für Leila war die Zeit ohne Schule, Freunde und Kontakte zu ihrer leiblichen Mutter nicht einfach. Denn für Pflegekinder ist es oft eine große Herausforderung, mehr als eine Familie zu haben und sich in diesen unterschiedlichen Systemen zurechtzufinden. Die Schule ist für Leila ein „Schutzraum“, denn sie bedeutet Stabilität, Struktur sowie Regelmäßigkeit und ist ihr Raum für Freunde und Kontakte.

„Vor allem in diesen herausfordernden Zeiten zeigte sich einmal mehr das hohe Maß an Professionalität und das Engagement in den Familien“, betonen Bereichsleiterin Juliane Kemper und Fachberaterin Simone Noack, die die Familien auch im aktuellen Lockdown mit Beratung, Angeboten und Krisenmanagement unterstützen werden. Denn vor allem in diesen herausfordernden Zeiten bieten Pflegefamilien benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine konstante und verlässliche Betreuung.

Outlaw sucht Fachpflegeeltern für Kinder und Jugendliche in Sachsen

Wir möchten die Arbeit einer professionellen Erziehungsstelle in Sachsen vorstellen und freuen uns, wenn Sie im Rahmen eines Interviews mit einer Pflegefamilie einen Einblick in den Alltag einer Erziehungsstelle geben können. Denn wir suchen Pflegeeltern für Erziehungsstellen (das heißt, ein/e Pädagoge*in in der Familie), die Kindern und Jugendlichen ein Zuhause geben und bieten dafür fachliche Unterstützung.

Wir freuen uns über Ihr Interesse stehen für Nachfragen und Beratungen zur Verfügung:

Juliane Kemper – Bereichsleiterin Familienanaloge Angebote / Erziehungsstellen Sachsen
Juliane.Kemper(at)outlaw-ggmbh.de, Tel. 0151 61552016

Simone Noack – Fachberaterin Familienanaloge Angebote / Erziehungsstellen
Simone.Noack(at)outlaw-ggmbh.de, Tel. 0160-90993957