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Entwicklung unterstützen – Unterstützung entwickeln

Erfolgreicher Marte Meo Fachtag und Zertifizierung unserer ersten „Marte Meo Kitas“


Fachlicher Austausch, neue Impulse und Anregungen für die Tägliche Arbeit: Am 12. Juni hatte Outlaw zum offenen Marte Meo Fachtag eingeladen. Nicht nur Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Kita und Hilfen zur Erziehung, auch externe Gäste waren eingeladen, sich mit der Methode auseinander zu setzen und Neues zu lernen.

Die Dozent*innen Dr. phil. Christian Hawellek, Annette Schediwy, Andre Grünheid und Astrid Leska gaben in ihren Vorträgen einen tiefen Einblick in die Arbeit mit Marte Meo und mögliche Anwendungsgebiete. Technische Aspekte, Datenschutz, Netzwerkarbeit und die fachübergreifende Anwendung der Methode waren außerdem Thema.

Zum Ende der Veranstaltung wartete noch eine ganz besondere Auszeichnung auf einige Teilnehmer*innen: Die Outlaw Kitas Kleikamp in Nordwalde, Wemhöferstiege in Steinfurt sowie Schützenstraße und Buschlandweg in Ochtrup erhielten ihre Zertifikate – und sind damit die ersten in ganz Deutschland, die persönlich von der Erfinderin der Methode, Maria Aarts, zur Marte Meo-Kita ernannt wurden. Auch einige Mitarbeiter*innen ernteten Glückwünsche für die bestandenen Fortbildungen zum Marte Meo Practitioner, Elternberater*in und/oder Fachberater*in.

Ihren Ursprung hat die Marte Meo-Methode in der Erziehungsberatung: Per Video werden alltägliche Momente festgehalten, in denen Kinder und Erzieher*innen interagieren. Im Anschluss analysiert das Team die Sequenzen und kann auf dieser Grundlage Entwicklungspotenziale - sowohl der Kinder als auch der Erwachsenen - erkennen und fördern.

„Scheinbar ganz normale Alltagssituationen werden durch die genaue Videoanalyse als die besonderen Momente im Erleben eines Kindes wahrgenommen, die sie eigentlich sind“, schreibt eine Erzieherin zu der Frage, was Marte Meo für sie so besonders macht.

Dieses „Bewusst-Machen“ scheinbar unbedeutender Situationen und Momente wirkt sich auf die tägliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte aus: „Wir gehen anders durch die Räume, haben einen viel genaueren Blick auf die Kinder und Eltern und das vor einem konstruktiven und wertschätzenden Hintergrund“, berichtet eine Erzieherin. „Auch unsere Wertschätzung im Team ist größer geworden. Wir hinterfragen unser Handeln, sehen, was wir alle täglich leisten, und sind stolz darauf, die Kinder in ihren `Stärken zu stärken`.“

Der wertschätzende, auf die Ressourcen der Akteure fokussierende Ansatz bereichert nicht nur die Arbeit mit den Kindern: Auch die Eltern profitieren und sogar das Team wächst durch die Methode stärker zusammen.

Die niederländische Pädagogin Maria Aarts, die die Methode entwickelt hat, gibt auch die Leitlinien vor, die eine Einrichtung erfüllen muss, um sich „Marte Meo-Kita“ nennen zu dürfen. Zur Zertifizierung schickte Aarts den pädagogischen Fachkräften per Sprachnachricht ein großes Lob: „Ihr leistet gute Arbeit in euren Einrichtungen und so viele Menschen, Kinder wie auch Erwachsene, profitieren davon.“