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PORT SOL – Fanport Münster organisiert Festival für grenzenlose Solidarität


Am Samstag, 7. Juli, findet auf dem Tennenplatz am Marathontor des Preußenstadions zum ersten Mal ein Musikfestival "umsonst und draußen" statt. Das sozialpädagogische Fanprojekt "FANport Münster" organisiert gemeinsam mit einer Gruppe Preußenfans dieses "PORT SOL" genannte Festival für grenzenlose Solidarität.

Fünf Bands spielen von 16:00 bis 22:00 Uhr auf der roten Asche hinter der Fan-Anlaufstelle, es wird Essens- und Infostände sowie im kleinen Rahmen Solidaritätsstände geben, an denen zugunsten der Seenotrettung Sea Watch e.V. vom T-Shirt bis zum Kaffee allerlei erworben werden kann.

Sea Watch e.V. braucht Unterstützung 

Seenotrettung? Da war doch was? Richtig! Zurzeit nehmen Italien und Malta keine Geflüchteten mehr auf. Schiffe mit in Seenot geratenen afrikanischen und arabischen Migrant*innen haben dadurch große Schwierigkeiten, die Menschen in ihrer Obhut zu versorgen - geschweige denn, sie in einen sicheren Hafen zu bringen. Die Schiffsbesatzungen werden nicht als Helfer*innen im humanitären Sinne gesehen, sondern als Kriminelle strafverfolgt. Auch der gemeinnützige Verein Sea Watch e.V., versucht, im Mittelmeer in Seenot geratene Menschen den staatlichen Rettungsdiensten und Behörden zu melden bzw. im Einzelfall auch selbst aufzunehmen und zu übergeben. Denn Helfen ist im Mittelmeer alternativlos. Und es kostet Geld.

Das PORT SOL Festival am Preußenstadion soll helfen: Die Überschüsse, die durch Getränke- und Essensverkauf und durch direkte Spenden erzielt werden, kommen dem Verein Sea Watch e.V. zugute. Marcus Berger, ein aktives Mitglied des Vereins, wird einen Infostand betreiben und auf dem Festival über diese wichtige humanitäre Arbeit berichten. Die Bands, die auf dem Festival ihre Kunst darbieten, verzichten auf den Großteil ihrer sonst üblichen Gage.

"Im Mittelmeer sterben viele Menschen, ohne dass dies wirklich nötig wäre, denn dort versagt derzeit der europäische Humanismus", sagt einer der Organisatoren des Festivals, der FANport-Leiter Edo Schmidt. „Wenn sich die europäischen Staaten an die Verpflichtung zur Humanität erinnern würden, könnte die Passage über das Mittelmeer nach Europa ohne massenhafte Opfer geschehen. Die sowieso stattfindende Migrationsbewegung könnte in geordnete und menschenwürdigere Bahnen gelenkt werden“, so der Soziologe.

Engagement des FANport für Geflüchtete

Der FANport engagiert sich auch sonst für Geflüchtete. Seit Mitte 2017 führt er ein Integrations- und Sportprojekt mit dem Namen "Aktiv ankommen in Münster" durch, das vom NRW-Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. Im Rahmen dieses Projektes findet zu Beginn des PORT SOL - Festivals auf dem Bolzplatz hinter der Fan-Anlaufstelle am Stadion ein interkulturelles U18-Fußballturnier statt.

Ab 13:00 Uhr werden verschiedene Teams aus sozialen Einrichtungen Münsters gegeneinander antreten. Die Kicker aus dem Integrationsprojekt des FANport werden ebenfalls vertreten sein. Später, ab 16:00 Uhr, finden dann die Konzerte der Bands Kosmonovski aus Rheine, Blut Hirn Schranke aus Düsseldorf, NES und Damaged Rough, Dismalfucker sowie schließlich AzudemSK aus Münster statt - eine Musikmischung zwischen Punk, Hardcore und HipHop. Ab 22:00 Uhr ertönen dann „Global Beatz“ im Partyzelt. Der Eintritt ist frei, "es darf aber für einen wirklich guten Zweck gerne reichlich gespendet werden", so die Organisatoren. Weitere Infos: www.fanport-muenster.de