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Selbstfürsorge im Fokus: Kita-Fachtag für alle Outlaw Kita-Mitarbeiter*innen der Region Halle/Leipzig begeistert!


Achtsamkeit vs. Abgrenzung – mit dieser Überschrift startete der erste Outlaw-Fachtag für alle Kita Mitarbeiter*innen in der Region Halle/Leipzig zum Thema Selbstfürsorge im „The Westin“ Hotel in Leipzig. Insgesamt nahmen 170 Outlaw Mitarbeiter*innen an der Tagung teil, bei der ein professioneller Umgang mit Herausforderungen im pädagogischen Alltag im Mittelpunkt stand. „Die Veranstaltung ist eine Form der Anerkennung und gleichzeitig ein Dankeschön an die tägliche, herausfordernde Arbeit der Kolleg*innen in unseren Kitas“, so Dr. Friedhelm Höfener, Outlaw Geschäftsführer. 

In einem Impulsvortrag erläuterte Martina Meixner, Heilpädagogin und Supervisionärin, die täglichen Hürden der Erzieher*innen: „Laut einer Studie sind 49 Prozent der Pädagog*innen in Deutschland gefährdet, ein Burn-Out-Syndrom oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Pädagog*innen sind Expert*innen in der Erziehung von Kindern und zugleich Problemlöser*innen – im Schnitt werden rund 17 Konflikte pro Stunde geklärt“. Ein Umfrageergebnis von 2018 zeigt dennoch eine positive Grundhaltung zu dem auserwählten Job: 85 Prozent aller Erzieher*innen in Deutschland machen ihren Job gerne und viele würden sich erneut wieder für den Erzieherberuf entscheiden. „Wichtig ist es, sich für den Job zu motivieren – aus „Ich muss“ wird „Ich will“, so Meixner und ergänzt: „Gedanken machen Gefühle. Oft sind es nicht die Situationen, die uns stressen, sondern unsere Gedanken hierüber.“  

Ein weiterer bedeutender Punkt ist es, die eigenen Belastungsgrenzen zu definieren. Stress entsteht nicht aus zeitlich begrenzten Herausforderungen, sondern bei einer dauerhaften, hohen Arbeitsbelastung. Hier empfiehlt Martina Meixner die M/N Regel: Möglich und/oder nötig? Wenn eines mit nein beantwortet wird, soll der Auftrag abgelehnt werden. „Wichtig ist, es klare Abgrenzungen zu ziehen und klare Ansagen zu äußern – rechtfertigen ist nicht erforderlich“, so Meixner. Mentale Krisen und Problemsituationen sollen präventiv geregelt werden. Hierbei ist es wichtig Prioritäten zu setzen, seine Arbeit zu planen und sich von Zeiträubern zu trennen. Zudem hilft Gute Laune bei Alltagsproblemen: „Die Glücksformel 3:1 ist an dieser Stelle entscheidend: 3 positive Gedanken gegenüber einem Negativen bieten Zufriedenheit und stärken die psychische Gesundheit.“ Und last but not least: Ein gutes Team ist ein Entlastungsfaktor. Gemeinsamens Handeln stärkt auch die pädagogische Wirksamkeit!  

Bei den anschließenden Workshops konnten die Kolleg*innen zwischen theoretischen und praktischen Inputs wählen: Abgrenzung im Berufsalltag, Stimmtraining, gesunde Kräuterküche, Trommeln und Lachyoga standen unter anderem auf dem Programm.   

Ein erfolgreicher Auftakt für einen Outlaw-Mitarbeiterfachtag ist gelungen, der sicherlich zukünftig ausgebaut wird.    

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.