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Wie es ist, ein Ausländer zu sein: Erfahrungen eines Outlaw-Mitarbeiters in Vietnam


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Dominik Starcke lebt gerade in Vietnam, denn er absolviert ein zweimonatiges Auslandspraktikum beim Träger t.info. Hier übernimmt er unter Anleitung Entwicklungsaufgaben sowie die pädagogische Gestaltung der Offenen Angebote für die Kinder in der Stadt Cao Lãnh. Darüber bietet er Deutschunterricht und Sportaktivitäten an.

Möglich macht das die Kooperationsvereinbarung zwischen dem vietnamesischen Träger t.info und Outlaw. Denn der 20-jährige Student der sozialen Arbeit (Berufsakademie Breitenbrunn) absolviert sein Praxissemester im Dresdner Kinder- und Jugendhaus EMMERS und kann somit das Austauschprogramm der beiden Träger nutzen.

Im Interview beschreibt der angehende Pädagoge seine Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse seiner Reise – Mitte August kehrt er zurück:

Was waren Ihre ersten Eindrücke nach Ihrer Ankunft in Vietnam?
Meine Ankunft in Cao Lãnh war überwältigend! Direkt beim Empfang hat mich die Herzlichkeit der Menschen vor Ort überrascht, davon können wir uns wirklich eine Scheibe abschneiden. Natürlich war das Wetter ein Thema für mich, da hier ja doch ein anderes Klima herrscht als in Dresden. Doch diese vermeintliche Hürde habe ich relativ schnell überwunden und genieße mittlerweile die Temperaturen. Sehr interessant waren für mich auch die vielen verschiedene Strukturen rund um die Firma t.info. Ich wurde sehr fürsorglich in die Arbeitsstrukturen eingeführt und hatte von Anfang an das Gefühl, ich kann mich bei Problemen bei den Verantwortlichen melden und werde Hilfe erhalten.   

Worauf haben Sie sich vor der Reise am meisten gefreut?
Für mich war es sehr aufregend in eine komplett fremde Kultur zu reisen. Ich wusste nicht so wirklich, was auf mich zukommen wird – aber genau so etwas wollte ich: Unvoreingenommen in eine andere Welt eintauchen. Ich war gespannt, wie ich mich einarbeiten werde und ob ich mich mit den Kolleg*innen verstehe. Ich selbst habe es noch nie über die Grenzen Europas hinausgeschafft. Somit war es für mich nicht einfach nur ein Flug, sondern mein erster. Und so eine Möglichkeit bekommt nicht jeder in seinem Leben.

Welche Erfahrung nehmen Sie mit? Das ist ganz klar: Die Erfahrung ein Ausländer zu sein. Wann kann man diese Situation so intensiv erleben? Fremd in einem Land, in einer anderen Kultur und ohne Sprachkenntnisse. Ich weiß nicht, was um mich herum erzählt wird. Ich weiß nicht mal, ob ich mir im nächsten Lokal etwas zu essen bestellen kann. Ich denke, diese Erfahrung ist gerade heutzutage sehr wichtig: Ich erlebe nun selbst, wie sich die Menschen in Deutschland fühlen müssen, die hier fremd sind. Sobald man das selbst erlebt hat, natürlich in einer weitaus abgeschwächteren Version, fängt man an zu verstehen und kann auch besser mit diesen Situationen und Herausforderungen umgehen.