Auszeit am wunderschönen Ende der Welt: Ferienfahrt der Jugendlichen aus der HzE Wurzner Straße Leipzig
Ein geschützter Raum, fernab vom städtischen Alltag und den täglichen Herausforderungen in Leipzig: Die diesjährige Sommer-Ferienfahrt verbrachten sechs Jugendliche der betreuten Familien HzE Wurzner Straße in Golmenglin, einem “wunderschönen Ende der Welt”, in einer kleinen Siedlung am Wald bei Zerbst. Gemeinsam mit zwei Betreuer:innen des ambulanten HzE-Teams konnten die jungen Menschen zwischen 13 und 18 Jahren hier eine unbeschwerte Auszeit verbringen und durch den Ortswechsel neue Perspektiven erhalten. Gefördert wurde das Reiseprojekt vom Verein Lumos e. V. aus Leipzig.
Erlebnisse in der Natur und echte Gespräche
Die Unterbringung in einem großen Haus mitten im Wald bot den idealen Rahmen, um die Gruppe aus der gewohnten Umgebung zu lösen. Ganz bewusst waren die gemeinsamen Aktivitäten so gewählt, dass die Jugendlichen ihre sozialen Kompetenzen stärken und gegenseitige Unterstützung erleben konnten.
Das abwechslungsreiche Programm kombinierte körperliche Aktivität mit Reflexionsräumen:
- Naturerfahrung: Erkundungen der Umgebung, Bestimmung von Baum- und Pflanzenarten sowie das Zuordnen von Wildgeräuschen förderten die Wahrnehmung und das Wissen über die Umwelt.
- Aktivitäten: Tischtennis, Grillabende, gemeinsame Mahlzeiten sowie Ausflüge zum See bei Coswig und in das Freibad von Zerbst sorgten für Dynamik und Gruppenerlebnisse.
- Digital Detox: Aufgrund des schlechten Handyempfangs entstand ein wertvoller Raum für echte Gespräche und eine Auseinandersetzung mit der „Nutzlosigkeit“ von Smartphones in der Natur.
Viel Raum für persönliche Weiterentwicklung
Ein zentraler Aspekt der Reise war die bewusste Zurückhaltung der pädagogischen Begleitung, um den Jugendlichen Raum für Eigeninitiative zu lassen. Die Erfahrung, sich ohne starke Steuerung zu organisieren und gegenseitig zu unterstützen, ist ein wesentlicher Faktor für die persönliche Weiterentwicklung.
Elmar Matzner fasst die pädagogische Intention so zusammen: „Sorgenfreie Zeit ohne dominierende pädagogische Einflussnahme zu ermöglichen, erfüllt mich jedes Mal wieder mit viel Freude.“ Susanne Herzfeld ergänzt diesen Ansatz: „Einfach mal zu dürfen und losgelassen zu sein und dabei die Sicherheit durch die begleitenden Erwachsenen zu spüren, macht diese kleinen Projekte für die Jugendlichen so wirksam.“
Finanzierung dank Lumos e. V.
Die Realisierung solcher Projekte ist mit finanziellen Herausforderungen verbunden. In diesem Fall konnte die Reise wieder durch die Unterstützung des Vereins Lumos - Stark für Kids e. V. aus Leipzig realisiert werden. “Wir sind sehr dankbar für die großzügige und unkomplizierte Förderung durch Lumos. Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Angebot, das einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Teilhabe der Jugendlichen leistet, nicht möglich gewesen”, bedankt sich das Team der HzE Wurzner Straße Leipzig.
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