Fotos: GetPeople / Stiftung Westfalen-Initiative

Depression, Einsamkeit, Resilienz: Outlaw begleitet Präventionskongress in Cineplex Münster

„Ich war viel zu Hause, habe tagsüber mein Zimmer verdunkelt und geschlafen“, „Ich wollte mich nicht mehr mit Freunden treffen.“ Diese bewegenden und ehrlichen Sätze prägten den Vormittag des 19. Mai im Cineplex Münster. Im Rahmen einer Aufklärungsinitiative zum 14. Deutschen Diversity Tag versammelten sich rund 200 Schüler:innen zu einem ausgebuchten Präventionskongress, um über Themen zu sprechen, die oft im Verborgenen bleiben: psychische Gesundheit, Depression und Einsamkeit.

Die Veranstaltung wurde von Schüler:innen des Hansa-Berufskollegs gemeinsam mit der Stiftung Westfalen-Initiative organisiert. Im Zentrum stand das Ziel, Vorurteile abzubauen und den Weg für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen und Leidensdruck zu ebnen.

Enttabuisierung, Sensibilisierung und Prävention
Durch eine Kombination aus fundierten Fachvorträgen und persönlichen Erfahrungsberichten von Betroffenen wurde deutlich: Frühzeitige Aufklärung ist ein entscheidender Schlüssel, um rechtzeitig die richtige Unterstützung zu finden und die Isolation zu durchbrechen. Die Jugendlichen lernten nicht nur, erste Anzeichen von Depressionen zu erkennen, sondern erfuhren auch, welche konkreten Lösungswege und Unterstützungssysteme in Anspruch genommen werden können.

Die Schulsozialarbeit Münster war mit Outlaw-Teamleiterin Sharane Respondek und Jonathan Schwering der Realschule Wolbeck vor Ort vertreten. Sie brachten ihre fachliche Expertise ein und begleiteten die jungen Menschen beim Austausch über Prävention und Hilfsmöglichkeiten. „Wenn solche Themen so offen und ehrlich besprochen werden, merken die Jugendlichen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind“, so Sharane Respondek und ergänzt: „Es ist wichtig, dass sie spüren: Ihr Leid wird ernst genommen und es gibt konkrete Wege aus der Isolation.“

Auch Schulsozialpädagoge Jonathan Schwering findet klare Worte: „Für viele Jugendliche ist die Schule die einzige Konstante in ihrem Leben. Doch wenn auch dort Leistungsdruck, Mobbingerfahrungen oder Einsamkeit überhandnehmen, wird sie oft zu einem Ort der Unsicherheit. Genau hier setzen wir als Schulsozialarbeit an: Wir sind da, um die Schüler:innen in diesen schwierigen Phasen zu begleiten und sie bei allen Themen – vom Stress im Elternhaus bis hin zur mentalen Gesundheit – zu unterstützen.“

Ein großes Dankeschön!
Der Kongress setzte ein wichtiges Signal für mehr Aufmerksamkeit und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen. Das enorme Interesse an der ausgebuchten Veranstaltung unterstreicht, wie dringend der Bedarf an solch offenen Formaten ist. Ein herzlicher Dank gilt der Stiftung Westfalen-Initiative sowie allen Organisator:innen und Referent:innen, die dieses Thema mit großem Engagement in den Fokus gerückt haben.

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