Kinder- und Jugendhilfe in Leipzig: Aufsichtsratsvorsitzende Maria Loheide besucht Outlaw
Am 16. Juni besuchte Maria Loheide, die Vorsitzende des Aufsichtsrates von Outlaw.die Stiftung, das pädagogische Leitungsteam und Einrichtungen am Outlaw-Standort in Leipzig. Ihr Ziel war es, die Geschäftsfelder vor Ort kennenzulernen und einen Einblick in die Angebote zu erhalten. Gemeinsam mit Tina Kneist (int. Pädagogische Geschäftsleitung Hilfen zur Erziehung), Nora Schönberg (Pädagogische Geschäftsleitung Kita Sachsen & Kita Berlin) sowie Frishta Soßalla (Vertreterin der Stiftung bei der Outlaw gGmbH) diskutierte sie intensiv über die pädagogische Arbeit, politische Rahmenbedingungen und die aktuelle Lage vor Ort.
Offener Dialog über Strukturen und politische Hürden
Das zweistündige Gespräch im Standortbüro in der Wiebelstraße konzentrierte sich einerseits auf die Angebote am Standort; andererseits auf die komplexen politischen Entwicklungen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die soziale Arbeit haben. Die Beteiligten analysierten offen, wie Outlaw innerhalb dieser Rahmenbedingungen strukturell aufgestellt ist. Ebenso ging es um die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und Kooperationspartner:innen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein effektives Zusammenspiel der verschiedenen Organe und Ebenen ist.
Besonders wertvoll war der offene Austausch: Tina Kneist und Nora Schönberg berichteten ehrlich, welche Formate strukturell und inhaltlich bereits erfolgreich funktionieren und an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht. Dieser praktische Einblick ermöglicht, die Anforderungen und die dann praktische Umsetzung nachzuvollziehen. Das ist essentiell, um die Qualität der Arbeit nachhaltig zu sichern.
Praxisbesuch in der Kita Hildegardstraße Leipzig
Anschließend besuchten alle drei die Kita Hildegardstraße im Leipziger Osten. Kita-Leiterin Heike Hübler führte durch die Einrichtung und erläuterte die pädagogische Arbeit. Diese lebendigen Eindrücke ergänzten die theoretischen Diskussionen ideal und zeigten, wie Outlaw seine Werte an den Standorten praktisch umsetzt.
„Wir schätzen es sehr, dass Maria Loheide ein so aufrichtiges Interesse an unserer pädagogischen Arbeit zeigt und sich ein persönliches Bild darüber macht, wie „Outlaw“ an den Standorten gelebt wird“, betonen Tina Kneist und Nora Schönberg. Sie unterstreichen: „Der fachliche Austausch war sehr bereichernd und hat uns gezeigt, dass die Perspektive der Pädagogik in den Entscheidungsprozessen der Stiftung einen hohen Stellenwert einnimmt.“
Wertschätzung für das pädagogische Engagement
Die Aufsichtsratsvorsitzende ergänzt nach ihrem Besuch: „Mein Besuch am Standort Leipzig hat mich tief beeindruckt. Ich danke Tina Kneist, Nora Schönberg, Frishta Soßalla und natürlich Heike Hübler mit ihrem Team der Kita Hildegardstraße für den offenen, ehrlichen und fachlich fundierten Austausch. Es ist mir sehr wichtig, mich nicht nur über Berichte zu informieren, sondern die pädagogische Arbeit dort zu erleben, wo sie stattfindet: direkt vor Ort in den Einrichtungen. Das Engagement und die Professionalität der Pädagog:innen sind bewundernswert. Sie leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und bieten stabilisierende Räume in einer zunehmend komplexen Welt. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die soziale Arbeit derzeit unter einem enormen Druck steht. Die aktuellen politischen Entwicklungen und die damit einhergehenden Kürzungen im Sozialsektor stellen uns alle vor große Herausforderungen. Es ist paradox, dass die Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe steigen, während die Ressourcen oft knapper werden. Ich nehme aus Leipzig den wichtigen Impuls mit, dass wir weiterhin mutig hinter unseren pädagogischen Formaten stehen und dort optimieren müssen, wo es nötig ist, um die Qualität unserer Arbeit auch in schwierigen Zeiten zu sichern.“