"Kommt Kunst entdecken": Teilhabe und Kulturelle Bildung für Vorschul-Kids der Kita Limbacher Weg

Spielerisch Kunst entdecken! Das erlebten aktuell 10 bis 15 Vorschulkinder der Dresdner Outlaw-Kita Limbacher Weg. "Bei der Planung des letzten Kindergartenjahres möchten wir die zukünftigen Schulkinder bestmöglich auf die Schule vorbereiten. Dafür nutzen wir auch gerne die Angebote der Dresdner Museen", erzählt Kita-Leiterin Sylvia Richter. Bei dem Projekt "Kommt Kunst entdecken" besuchten von Januar bis April drei Gruppen die Städtische Galerie Dresden. Jede Gruppe nahm jeweils an vier Terminen teil. Am Ende eines jeden Termins darf jedes Kind seine Projektkarte abstempeln, die nach Abschluss des Projektes einen freien Eintritt in das Museum garantiert. "Das Projekt von Kindern für Kinder und das Tolle ist auch, dass die Kinder unter bestimmten Fragestellungen gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen des Museums – also mit wahren Kunstkenner:innen – die ausgestellten Kunstwerke besprechen. Ein spielerischer und freudvoller Zugang zu Kunst – Teilhabe und kulturelle Bildung im Besten Sinne", betont Sylvia Richter und führt weiter aus: "Die Betrachtung der verschiedenen Kunstwerke und der Austausch untereinander fördert ganz nebenbei die Konzentration und die sprachliche Entwicklung der Kinder und weckt Neugierde, sich mit den Themen auch im Kindergartenalltag weiter zu beschäftigen." Für die Vor- und Nachbereitung in der Kita erhalten die Kinder und ihre Erzieher:innen Anregungen für die intensivere Bearbeitung der unterschiedlichen Themen entsprechend der Interessen der Kinder.

Beim ersten Termin erkundeten die Gruppen unter der Anleitung zweier Mitarbeiter:innen das Museum mit Hilfe einer Schatzkarte. Sie erfuhren, wie man sich in einem Museum verhält, schauten sich ausgiebig einige Kunstwerke an und stellten dabei fest, dass sie alle einen anderen Blick auf Kunst haben können. Am Ende fanden sie sogar eine richtige Schatztruhe mit kleinen Belohnungen.
Beim zweiten Termin gingen sie auf Tiersuche. Wo sind sie dargestellt und in welcher Form? Auf vielen gemalten Bildern entdeckten sie Tieren, doch am interessantesten fanden sie "das Tier aus Holz". In der Skulptur, die aus alten Skateboardteilen zusammengebaut ist, sahen die Kinder einen Tiger, Hund und auch Löwen. Mit etwas Unterstützung kamen sie schließlich auf eine Hyäne – ein nachtaktives Tier, das Klänge und Geräusche hervorbringt, die nach hohen Lachen klingen. Die Kinder waren schwer beeindruckt, hatten sie von so einem Tier bisher noch nie gehört. Wie Hyänen liefen sie durchs Museum, stachelten sich gegenseitig an und wechselten zwischen gespieltem und echtem herzhaften Lachen.

Beim dritten und vierten Termin drehte sich alles um die Themen "Jahreszeiten" und "Gefühle": Welche Jahreszeiten kennen wir? Welche beginnt gerade? Was verändert sich in der Natur und welche Blumen haben wir schon entdeckt? Bewegungsspiele lassen den Wandel in der Natur nachvollziehbar machen – so blühten die Kinder zum Beispiel wie ein kleines zartes Blümchen im Frühling auf. Sie sangen gemeinsam Lieder über Gefühle, ordneten den Gefühlen verschiedene Farben zu und erzählten, was sie glücklich, ängstlich oder traurig macht. "Die vielfältigen methodischen Herangehensweisen und unterschiedlichen Themen haben die Kinder das Museum sehr kindgerecht und mit viel Freude entdecken lassen", erinnert sich Erzieherin Isabell Zocher. "Viele der von uns betreuten Kinder gehen selten oder gar nicht in ein Museum. Gerade für diese Kinder ist so ein Projekt besonders wertvoll. Gleichzeitig erfahren die Eltern, welche tollen Angebote die Museen der Stadt Dresden teilweise auch kostenfrei den Familien bieten", sagt Isabell Zocher, die auch zusätzliche Fachkraft im Programm KINDER STÄRKEN 2.0 ist.  "Nebenbei" hätten die Kinder außerdem noch einen wichtigen Teil der Verkehrserziehung erlebt, denn jede Woche seien sie mit ihren Erzieher:innen mit der Straßenbahn vom Stadtteil Gorbitz bis in die Altstadt gefahren – eine beachtliche Strecke, an der viele Regeln und das Verhalten im Straßenverkehr und in öffentlichen Verkehrsmitteln direkt veranschaulicht und vermittelt wurde.

Das Kita-Team bedankt sich für wertvolle Kunsterfahrungen, die die Mitarbeiter:innen der Städtischen Galerie Dresden mit viel Kreativität, Geduld und Engagement ermöglicht haben. 

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