Kommunikation ohne Barrieren: Wie METACOM-Symbole den Herbst in die Kita Wilhelmstraße bringen
Der Herbst zieht in die Kita Wilhelmstraße in Hamm ein – besonders lebendig wird es derzeit bei den ‚Waschbären‘ der U3-Gruppe in Hamm. Während draußen die Blätter fallen, nutzen die Kolleg:innen eine besondere Methode, um die Veränderungen der Jahreszeit für die Kinder greifbar zu machen: METACOM-Symbole. Diese Bilder dienen als Orientierung, übersetzen abstrakte Begriffe in eine Sprache, die jedes Kind versteht, und schaffen so eine Lernumgebung, in der alle mitmachen können.
Sprachförderung durch visuelle Brücken
Der Herbst bietet Kleinkindern eine riesige Palette an Entdeckungen – von bunten Blättern, Regen und Wind bis hin zu flinken Eichhörnchen. Hier setzen die METACOM-Symbole an: Sie bilden die Brücke zwischen dem Gesehenen und dem Benannten. So lernen die Kinder die Natur in all ihren Facetten viel besser kennen.
Die pädagogischen Fachkräfte begleiten diesen Prozess aktiv. Sie benennen die Motive und laden die Kinder ein, Wörter nachzusprechen oder ihre Entdeckungen durch Gesten auszudrücken. Das Besondere dabei: Die Teilhabe ist unabhängig vom aktuellen Sprachstand. Auch Kinder, die noch nicht sprechen, nehmen aktiv teil, indem sie Symbole auswählen oder Handlungen nachahmen. So wird Kommunikation zum täglichen Erfolgserlebnis, das den Wortschatz und das gegenseitige Verständnis erweitert.
Geschicklichkeit beim Gestalten
Jetzt wird es praktisch: Die Kinder werden selbst zu Gestalter:innen ihrer Umgebung. Sie wählen ihre Lieblingssymbole aus und befestigen diese mit Tesa-Streifen am Fenster. Das Greifen der Symbole und das gezielte Platzieren auf der Glasfläche trainieren die Feinmotorik auf spielerische Weise und helfen den Kindern, die verschiedenen Motive genau zu unterscheiden.
„Dabei werden Sprache, Wahrnehmung, Feinmotorik und Selbstständigkeit aktiv miteinander verbunden. Durch die visuelle Unterstützung der METACOM-Symbole wird der Herbst für die Kinder auf eine altersgerechte und ganzheitliche Weise erfahrbar“, erklärt Kita-Leiterin Paula Johanna Manglitz.
Mehr als herbstliche Dekoration
Das Ergebnis ist weit mehr als nur eine herbstliche Dekoration. Das gestaltete Fenster wird im Alltag zu einem Ort, an dem die Kinder erleben, dass sie ihre Umgebung selbst mitgestalten können. Im täglichen Vorbeigehen erkennen sie die Symbole wieder, zeigen darauf und festigen so in Gesprächen ihre Begriffe.
Die wiederholte Begegnung mit den METACOM-Bildern sorgt dafür, dass das Wissen nachhaltig hängen bleibt. Gleichzeitig stärkt die gemeinsame Arbeit das Miteinander, da die Kinder eigene Ideen einbringen und die Ergebnisse der anderen wertschätzen. So wird der Herbst in der Kita Wilhelmstraße zu einem Erlebnis, das alle zusammenbringt und niemanden ausschließt.
METACOM in der Kita: Outlaw beim Kongress der Familienzentren NRW
Beim Kongress der Familienzentren NRW präsentierte Outlaw METACOM als Instrument der unterstützten Kommunikation und sprachlichen Bildung. Mit einem virtuellen Rundgang durch die Kita Wilhelmstraße zeigte Outlaw, wie METACOM-Symbole Kindern Orientierung geben, Kommunikation erleichtern und Teilhabe im Kita-Alltag fördern. Hier geht's zum Blogtext.