Kulturelle Teilhabe und Demokratieförderung: Kids vom JFZ Kyritz besuchen das "Kunstfest 2.0"

Den Kindern und Jugendlichen neue Einblicke zu ermöglichen, ist ein Anliegen von Pauline Peglau, der Ansprechpartnerin und Mitarbeiterin am Outlaw-Jugendfreizeitzentrum Kyritz. Ein Kunstfest bot dazu kürzlich eine besondere Gelegenheit, den Kids spielerisch Kunst sowie demokratische Werte zu vermitteln. Schüler:innen des Gymnasiums Friedrich Ludwig Jahn in Kyritz hatten sich Mitte März in ihrer Projektwoche kritisch, kreativ und vielseitig mit dem urbanen Leben auseinandergesetzt: Stadtluft oder Landlust? Beton oder Bienenwiese? In Kooperation mit der Goethe-Grundschule Kyritz, der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen und der Lindenschule Kyritz luden sie schließlich am 13. März zum "Kunstfest 2.0 – Urban Horizons" ein, um ihre Ergebnisse aus den Bereichen Fashion, Graffiti, Poesie, Kunst, Musik und Theater zu präsentieren. Mit dem diesjährigen Motto "Urban Horizons" wollten sie dazu anregen, Landstriche neu zu denken und die eigenen Horizonte zu erweitern! Urbane Visionen trafen auf ländliche Perspektiven, reale Probleme auf mutige Ideen, Gegenwart auf Zukunft. "Kulturelle Bildung und Teilhabe sind wichtig für demokratiefördernde Strukturen – die perfekte Veranstaltung also, um mit unseren Kids hinzugehen", sagt Pauline Peglau und führt weiter aus: "Bei dem Projekt wurde der Raum zwischen Stadt und Land neu vermessen – viel hinterfragt und auf den Kopf gestellt. Da waren wirklich sehr beeindruckende Arbeiten dabei. Sie hatten zum Beispiel Zukunftsstädte als Modelle gestaltet, verglichen Stadt und Land. Was sollte besser laufen, was ist schon ganz gut? Das sind Fragen, mit denen wir uns auch mit unseren Kids beschäftigen", erzählt Pauline Peglau.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Manina Vortanz begleitete sie also neun Mädchen und zwei Jungs zum Kunstfest, das in mehreren Räumen des Gymnasiums stattfand. Die Zehn- bis Sechzehnjährigen waren sehr begeistert und staunten, was die Gymnasiast:innen in einer Woche alles auf die Beine gestellt hatten. Alles war ganz bunt, neu und ihre Horizonte wurden wahrlich erweitert. Es gab Kunst zum Mitmachen und Anfassen, Quizze über die Heimatstadt Kyritz. Es wurden Apps entworfen und Flyer über sämtliche gastronomische Einrichtungen in Kyritz erstellt. Es entstand eine Art Leitfaden über die Stadt sowie den ländlichen Raum. Dazu wurde international gekocht. "Am Abend gab es dann noch die Kunstauktion und das teuerste Kunstwerk wurde für über 70 Euro versteigert", erzählt Pauline Peglau und eine Elfjährige stellte für sich fest: "So viel Geld für Kunst? Das muss besonders sein."

Pauline Peglau zieht ein positives Fazit: "Der kulturelle Ausflug war ein voller Erfolg! Die Kinder haben alles ausprobiert und super mitgemacht. Ich habe mich sehr über das Verhalten meiner Kids gefreut. Zwei der Jugendlichen haben Probleme mit Menschenmassen, schließlich waren unglaublich viele Eltern, Lehrer:innen, Verwandte und Neugierige vor Ort. Doch durch die tolle Atmosphäre war die Angst wie weggeblasen. Wir danken den jungen Künstler:innen für die tolle Vorbereitung, Durchführung und dem wundervollen Abend. Wir haben uns sehr willkommen und gut aufgehoben gefühlt."

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