„Meine Stadt von morgen“: Jugendliche aus Riesa entwerfen Zukunftsvisionen in Minecraft
Wie sieht eine moderne, nachhaltige und lebenswerte Stadt der Zukunft aus? In den Herbstferien haben sich sieben Jugendliche aus dem offenen Jugendhaus in Riesa genau dieser Frage gewidmet – und ihre Ideen in Minecraft zum Leben erweckt. Im Ferienprojekt „Meine Stadt von morgen – Visionen bauen in Minecraft“, gefördert vom Landkreis Meißen sowie von Aktion Mensch, entwickelten sie Zukunftsentwürfe, bauten bekannte Orte aus Riesa nach und gestalteten völlig neue städtische Räume, die zeigen: Eine andere, bessere Stadt ist möglich.
Während der fünftägigen medienpädagogischen Ferienwoche beschäftigten sie sich mit zentralen Themen wie Stadtplanung, Nachhaltigkeit, Mobilität und sozialem Miteinander. „Ziel war es, junge Menschen für nachhaltige Stadtentwicklung und bürgerschaftliches Engagement zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass ihre Vorstellungen für die Zukunft Bedeutung haben“, betont Anja Müller, Teamleiterin des offenen Jugendhauses Riesa.
Der Einstieg fand in Riesa statt, wo die Jugendlichen mithilfe bereitgestellter Materialien Grundlagen nachhaltiger Stadtentwicklung erarbeiteten und erste Ideen in Skizzen und Mindmaps festhielten. Weiter ging es dann für die Gruppe ins Schloss Colditz, um dort die technische Umsetzung zu beginnen. In einer eigens angelegten Minecraft-Karte entstanden zunächst ein gemeinsames Straßennetz und Baupläne für zentrale Bereiche der Stadt. Schritt für Schritt wuchs daraus eine digitale Miniaturversion Riesas, die sowohl bekannte Orte wie den Bahnhof und das Rathaus als auch neu gedachte, moderne und grüne Stadtbereiche enthielt.
Besonderen Wert legten die Jugendlichen auf Begrünung, nachhaltige Energiequellen, klimafreundliche Mobilität und ein funktionierendes Bahn- und Verkehrsnetz. „Trotz kleiner technischer Hürden arbeiteten die Jugendlichen engagiert zusammen, entwickelten kreative Lösungen und gestalteten ihre Stadt mit viel Eigeninitiative weiter aus“, erzählt Anja Müller. Nach der intensiven Bauphase bot ein gemeinsamer Ausflug ins Freizeitbad „Riff“ Gelegenheit zum sozialen Austausch.
Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre digitale Stadt und reflektierten ihre Erfahrungen. „Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie digitale Werkzeuge wie Minecraft dazu beitragen können, gesellschaftliche Themen erfahrbar zu machen und Jugendlichen Raum für eigene Visionen zu geben.“, fasst die Teamleitung zusammen.