Projekt „Sicherheit im Internet – Cybermobbing“: Aktion Mensch fördert Medienkompetenz im EMMERS
Ein sicherer Umgang mit digitalen Medien ist heute wichtiger denn je. Um Kinder und Jugendliche optimal auf die Herausforderungen der digitalen Welt vorzubereiten, unterstützt die Aktion Mensch für ein Jahr das Projekt „Sicherheit im Internet – Cybermobbing“ im Stadtteilzentrum EMMERS in Dresden. In wöchentlichen Workshops und speziellen Ferienangeboten erlernen die Teilnehmer:innen, wie sie sich souverän und kritisch im Netz bewegen. Doch was genau bedeutet diese Souveränität in der Praxis und wie erhält man sie?
Digitale Souveränität statt passiver Nutzung
Das Ziel des neuen Medienangebots ist klar: Kinder und Jugendliche sollen nicht nur Konsument:innen digitaler Inhalte sein, sondern einen reflektierten und sicheren Umgang mit dem Internet entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit hochaktuellen Themen. Künstliche Intelligenz, soziale Netzwerke und die Gefahr von Fake News stehen im Fokus, um ein kritisches Bewusstsein für Informationen zu schaffen.
Gleichzeitig werden die Teilnehmenden gezielt auf Gefahren wie Cybermobbing, Cybergrooming und Deepfakes aufmerksam gemacht. Durch die Vermittlung dieser Medienkompetenzen werden sie in ihrem Verhalten gestärkt und effektiv vor den Risiken des digitalen Raums geschützt.
Mitgestalten, erleben, verstehen
Wissen wird im Projekt nicht einseitig vermittelt, sondern partizipativ erarbeitet. Durch kindergerechte Quizze, interaktive Spiele, Videos und künstlerische Projekte – von Plakaten über Musik bis hin zu Memes – setzen sich die Jugendlichen unter anderem mit Täter:innenstrategien und den Anzeichen von Betroffenen auseinander.
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die Mitbestimmung. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, welche Themen und Methoden in den Workshops einfließen. Ein geplantes Highlight des Projektes ist die Erstellung einer eigenen Info-Webseite über Cybermobbing, die konsequent nach dem Prinzip „von Kindern für Kinder“ entwickelt wird.
Nachhaltige Prävention durch Reflexion und Austausch
Der Ablauf der Workshops ist strategisch aufgebaut: Ein interaktives Quiz macht zu Beginn bestehende Kompetenzen sichtbar, gefolgt von offenen Gesprächsrunden. Hier können eigene Erfahrungen, Fragen und Sorgen in einem geschützten Rahmen thematisiert werden.
Workshopleiterin Marie Strasburg leitet diesen Prozess durch gezielte Impulse, die zu einer kritischen Reflexion des eigenen Online-Verhaltens anregen. Sie betont: „Es ist entscheidend, dass die Jugendlichen nicht nur vor Gefahren gewarnt werden, sondern die Chancen der digitalen Welt aktiv und bewusst für sich nutzen können. Durch den partizipativen Ansatz entscheiden sie selbst, welche Themen sie bewegen, wodurch eine echte Identifikation mit den Inhalten entsteht. Mein Ziel ist es, dass sie am Ende nicht nur theoretisches Wissen besitzen, sondern eine stabile Haltung entwickeln, die sie und ihre Mitmenschen im Netz nachhaltig schützt.“

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