Qualitätssiegel für professionelle Fanarbeit: Fanprojekt Leipzig zum 3. Mal zertifiziert
Ausgezeichnete Fanarbeit mit hohen Qualitätsstandards: Das Fanprojekt Leipzig erhielt am 8. Dezember 2025 das Qualitätssiegel der KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte) für professionelle Fanarbeit im Fußball. Damit hat das Team in Leipzig zum dritten Mal in Folge die Qualitätsüberprüfung, die alle drei Jahre im Rahmen des Nationalen Konzepts für Sport und Sicherheit (NKSS) fällig ist, erfolgreich abgeschlossen.
Das Qualitätssiegel wurde durch Philipp Beitzel von der KOS in der Beiratssitzung an Fanprojektleiter Dr. Christian Kohn überreicht. Die Sitzung fand unter dem Vorsitz von Vicki Felthaus, der Beigeordneten für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig statt. Zweimal im Jahr trifft sich diese Runde. Neben Christian Kohn waren auch Vera Kalkhoff, Geschäftsleitung Jugendarbeit | Bildung | Projekte bei Outlaw und Steffen Kröner, Berater des Fanprojekts und ehemaliger Geschäftsleiter bei Outlaw dabei. Vertreten ist außerdem das Jugendamts der Stadt Leipzig, das Innenministerium des Landes Sachsen, der DFB und die DFL, das Ordnungsamt, die Polizei, die unabhängige Wissenschaft und die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) sowie die Stadtratsfraktionen, um sich zum aktuellen Stand der Fanprojektarbeit in Leipzig auszutauschen.
„Ich freue mich sehr, dass nach einem wirklich schwierigen Jahr wegen einer für uns bis zum Sommer wirklich herausfordernden Finanzierungssituation unser Fanprojekt nun zum Ende des Jahres nicht nur finanziell gut dasteht, sondern wir auch – mittlerweile zum dritten Mal – bescheinigt bekommen haben, dass wir am Standort qualitativ auf sehr hohem Niveau arbeiten“, unterstreicht Christian Kohn und weist auf die schwierige finanzielle Lage aufgrund geplanter Kürzungen bei Förderungen für das Fanprojekt hin. „Umso wichtiger war das Signal, dass die Landesförderung für die Jahre 2025 und 2026 nicht gekürzt, sondern sogar erhöht wurde. Das zeigte, wie wichtig die Arbeit der Fanprojekte in Sachsen eingeordnet wird.“
Mehr dazu in unserem Blogtext.
Auch Vera Kalkhoff war als zuständige Geschäftsleitung des Arbeitsfelds bei Outlaw vor Ort in Leipzig dabei und gratulierte Fanprojektleiter Christian Kohn und seinem Team für die erneute Verleihung des Qualitätssiegels: „Das KOS-Qualitätssiegel steht für überprüfte, fachlich fundierte Fansozialarbeit. Es verbindet externe Evaluation mit kontinuierlicher Qualitätsentwicklung und stärkt Fanprojekte als anerkannte Akteure der Jugendhilfe im Fußballumfeld.“ Im Mittelpunkt der Evaluation stehen etwa die Fachlichkeit des jeweiligen Teams, die finanzielle wie sachliche Ausstattung, die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fanszenen sowie die Belastbarkeit des Netzwerkes, das neben den Bezugsvereinen Sicherheits- und Jugendhilfeinstitutionen der Stadt miteinschließt.
„Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen hält das Team in Leipzig diese Qualität seit Jahren aufrecht und leistet professionelle, nachhaltige Arbeit! Das Fanprojekt beweist damit, dass die Fansozialarbeit in Leipzig fachlich fundiert sowie jugendhilferechtlich verankert gearbeitet wird und angemessen ausgestattet ist. Das ist so wichtig, denn die Fansozialarbeit ist akzeptierte, lebensweltorientierte präventive Jugendarbeit“, ergänzt Vera Kalkhoff.
Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit“
Das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit“ wurde 2010 eingeführt und 2012 im NKSS verankert. Die Arbeit der Fanprojekte wird regelmäßig alle drei Jahre mit einem eigens für die 71 Standorte entwickelten Qualitätssiegelprozess durch das unabhängige Evaluierungsinstitut CEVal überprüft und ausgewertet. Im Anschluss berät die AG Qualitätssicherung, in der Vertreter:innen, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte, des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Fußball Liga, der Deutschen Sportjugend, der Koordinationsstelle Fanprojekte sowie der unabhängigen Wissenschaft sitzen, über die Vergabe des Siegels. Weiter Infos gibt es hier.
Zurück