Starke Kinder, starke Zukunft: So leben wir Kinderrechte in der Kita Moosstiege und der Kita Kleikamp

Das diesjährige Motto zum Weltkindertag am 20. September lautet: „Starke Kinder, starke Zukunft“. Doch was macht Kinder stark? Für die Kitas Kleikamp und Moosstiege am Outlaw-Standort Kreis Steinfurt ist das klar: Kinder müssen ihre Rechte kennen und wissen, wie sie diese einfordern können. Kinderrechte stehen deshalb nicht nur am Weltkindertag, sondern jeden Kita-Tag im Fokus der Einrichtungen.

„Unser Ziel ist, dass Kinder um ihre Rechte wissen und genau das lernen sie in unseren Einrichtungen – bei verschiedenen Projekten und Aktionen, aber auch im Kita-Alltag“, erklärt Kita-Leitung Ramona Thünemann und betont: „Bei uns bedeutet das, die Kinder reden und bestimmen mit, wenn es um ihre Belange geht! Wir nehmen uns Zeit und hören ihre Ideen und entscheiden in demokratischen Prozessen gemeinsam.“

Rechte spielerisch erlernen

Ein Beispiel aus den beiden Kitas sind die monatlichen Kinderkonferenzen: Dann treffen sich alle 85 Kinder in der Turnhalle. Mit dabei sind Handpuppen Paul, Leri Herz, Fipsie, Paula und Bruno Kneise, mit denen sie spielerisch ihre Rechte kennenlernen. Das klappt gut in Rollenspielen oder in Gesprächen. Das Ziel ist, dass die Kinder ihre Rechte kennenlernen, was diese bedeuten und wie sie diese einfordern können.

Mitbestimmung im Gruppenbudget

Die Umsetzung folgt dann in konkreten Projekten – zum Beispiel bei der Verwendung des monatlichen Budgets: Jede Gruppe erhält zehn Euro zur freien Verfügung. In wöchentlichen Gruppenkonferenzen besprechen die Kinder und ihre Gruppensprecher:innen gemeinsam wie sie das Geld nutzen.

Sie entscheiden gemeinsam, ob sie sofort etwas kaufen oder das Geld ansparen. Die Gruppe der Blattraupen mit Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren wählte zum Beispiel eine Murmelbahn. Da das Budget anfangs nicht ausreichte beschlossen die Kinder zwei weitere Monate zu sparen. Der Gruppensprecher der Raupen ging schließlich mit einer gemalten Einkaufsliste und dem gesparten Geld zur Kitaleitung Ramona Thünemann. Gemeinsam bestellten sie die Murmelbahn.

Transparenz für die Familien

Die Kita bindet auch die Eltern in diesen Prozess ein. Im Eingangsbereich hängen Fotos und Zitate der Kinder zu den Projekten. Diese Dokumentation macht die Lernfortschritte und die Gedanken der Kinder für die Familien sichtbar. So wird das Thema Kinderrechte zu einer gemeinsamen Erfahrung für die gesamte Gemeinschaft.

Ein Schwerpunkt bei Outlaw

Das Thema Kinderrechte bildet bei Outlaw die Grundlage jeglicher pädagogischen Arbeit und stellt einen Schwerpunkt in allen Tätigkeitsfeldern dar. Wir setzen uns mit Überzeugung dafür ein, dass Kinder ihre Rechte kennen, verstehen und leben können – in einer Umgebung, die sie stärkt, fördert und ernst nimmt.

Kinderrechte gehen uns alle an!

In unseren Kitas vermitteln wir diese Rechte kindgerecht und mit Hilfe von Paul – der Titelhelden unseres Buchs, der auch als Handpuppe in unseren Kitas unterwegs ist. Anhand alltäglicher Situationen erklärt Paul, welche Rechte Kinder haben, und zeigt, wie sie sich für diese einsetzen können – auch wenn das manchmal Mut erfordert. Pädagogische Fachkräfte unterstützen den Lernprozess, indem sie die Inhalte gemeinsam mit den Kindern in Gesprächsrunden oder Rollenspielen vertiefen.

Die Broschüre zum Buch „(M)ein Tag voller Rechte“ gibt es auf unserer Website https://www.outlaw-ggmbh.de/fileadmin/downloads/paul_meintagvollerrechte.pdf

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