Steigender Bedarf sichert Schulsozialarbeit an Emdener Gymnasien bis Sommer 2027

Die Nachfrage nach Schulsozialarbeit an den Gymnasien in Emden steigt kontinuierlich – sowohl in der Zahl der Beratungsanfragen als auch bei Schüler:innen mit komplexen Problemlagen. Intensivere und längerfristige Begleitungen zeigen, wie wichtig sozialpädagogische Unterstützung für einen stabilen Schulalltag ist.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Emden die Finanzierung der Schulsozialarbeit am Max-Windmüller-Gymnasium und am Johannes-Althusius-Gymnasium nun bis Sommer 2027 gesichert.

Projekte seit 2022/2023 erfolgreich etabliert
Die Schulsozialarbeit an den Emdener Gymnasien wird von zwei Outlaw-Fachkräften umgesetzt: Seit Sommer 2022 am Max-Windmüller-Gymnasium und seit Anfang 2023 am Johannes-Althusius-Gymnasium. Da das Land Niedersachsen bislang keine Schulsozialarbeit an Gymnasien in Emden vorsieht, erfolgt die Finanzierung vollständig durch die Stadt Emden.

Erste Ergebnisse und Zwischenberichte sind bereits 2024 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt worden und führten zunächst zu einer Verlängerung bis Juli 2026.

Belastbare Zahlen bestätigen Bedarf
Im Rahmen der aktuellen Doppelhaushaltsplanung erfolgte nun eine erneute politische Beratung. Da auch perspektivisch keine Landesmittel zu erwarten sind, wurde die Notwendigkeit der Fortführung anhand belastbarer Zahlen, fachlicher Einschätzungen der Schulleitungen sowie konkreter Praxisbeispiele erneut dargelegt.

Das Ergebnis: Die Finanzierung wird durch die Stadt um ein weiteres Jahr verlängert, sodass die Schulsozialarbeit an beiden Gymnasien bis Sommer 2027 abgesichert ist. Grundlage für die positive Entscheidung waren insbesondere die vorgelegten Auswertungen. Diese zeigen:

  • ein deutlich gestiegenes Beratungsaufkommen seit Projektstart
  •  intensive und längerfristige Begleitungen einzelner Schülerinnen und Schüler
  •  eine Zunahme psychischer Belastungen und komplexer Problemlagen

„Beide Schulleiter wiesen deutlich auf die Wichtigkeit dieser Stellen hin und können sich einen Schulalltag ohne die beiden nicht mehr vorstellen, betont Cay-Julia Pageler aus kollegialen Leitungsteam in Emden. Damit sind die Projekte zunächst bis Juli 2027 abgesichert. „Perspektivisch wird es erforderlich sein, frühzeitig erneut in die Diskussion zur Verstetigung der Finanzierung einzusteigen.“

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