Von Riesa nach Italien: Outlaw startet mit „United in Motion“ internationale Jugendarbeit

Europa hautnah erleben: In den kommenden Herbstferien können zwölf Jugendliche aus Riesa in ein besonderes Abenteuer starten. Unter dem Titel „United in Motion – Inklusives Jugendprojekt für Demokratie und Nachhaltigkeit“ reisen sie zum ersten bilateralen Jugendtreffen nach Italien. Das Ziel ist Lonato del Garda, die Partnerstadt von Riesa. Möglich machen das die Förderung über Erasmus+ Jugend, dem umfassenden Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport, die Aktion Mensch, die ESF Elbe Stahlwerke Feralpi GmbH und ein örtlicher Sportverein als neu gewonnene Partnerorganisation. Das Zusammenspiel dieser Partnerorganisationen ist grundlegend – und gleichzeitig Neuland für Outlaw als Träger der Kinder- und Jugendhilfe.

Lokale Initiative mit europäischer Weite

Für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Riesa kann Outlaw mit dem Projekt einen neuen Akzent setzen: Wir erweitern unseren Wirkungskreis über die Landesgrenzen hinaus und bringen internationale Begegnungen direkt in unsere lokalen Sozialräume – und zwar über die jeweiligen Partnerstädte. Bei der Umsetzung der Projektidee half ein glücklicher Zufall: Die ESF Elbe Stahlwerke Feralpi GmbH ist eine der größten Arbeitgeber in Riesa und hat ihren Hauptsitz in Lonato del Garda – genau der Partnerstadt, die für einen Austausch infrage kam.

Brücken bauen: Partnerschaften zwischen Riesa und Lonato del Garda

Hinter dem Projekt steht eine intensive Vorbereitungszeit im Offenen Jugendhaus Riesa (OJH). Die Mitarbeiterin Lara Teucher war die treibende Kraft hinter der Umsetzung – von der ersten Konzeption über die Recherche bestehender Netzwerke bis hin zur finalen Planung der Reise. Ihr Ziel: Internationale Begegnungen nicht abstrakt zu denken, sondern direkt im lokalen Sozialraum von Riesa zu verankern.

Das Projekt „United in Motion“ ist damit ein Paradebeispiel dafür, wie kommunale Vernetzung und soziale Arbeit ineinandergreifen können. Durch die bestehende Partnerschaft zwischen Riesa und Lonato del Garda sowie die Unterstützung des Unternehmens Feralpi konnten wir ein starkes Netzwerk knüpfen, das nun den Weg für den Jugendaustausch ebnet. Ein lokaler Sportverein in Italien fungiert dabei als Partnerorganisation und sorgt gemeinsam mit unserem Team dafür, dass die Jugendlichen einen authentischen und inklusiven Zugang zur italienischen Kultur und Gesellschaft finden.

Mehr als nur eine Reise: Demokratie und Teilhabe erleben

Warum ist internationale Jugendarbeit so wichtig? Es geht um weit mehr als nur das Besichtigen einer fremden Stadt. Bei „United in Motion“ stehen die Themen Demokratie und Nachhaltigkeit im Zentrum. Durch die Begegnung mit Gleichaltrigen aus einem anderen Land entwickeln die Jugendlichen wichtige Schlüsselkompetenzen:

  • Interkulturelle Öffnung: Vorurteile werden abgebaut und ein gegenseitiges Verständnis für andere Lebensweisen entwickelt.
  • Gesellschaftliche Teilhabe: Die Jugendlichen erleben sich als Teil einer größeren, europäischen Gemeinschaft.
  • Stärkung der Selbstwirksamkeit: Das Planen und Durchführen einer internationalen Reise fördert die Eigenverantwortung und das Selbstvertrauen.

Stephan Liebegall, Fachbereichsleitung Jugend | Bildung | Projekte Meißen, betont die Bedeutung dieses Ansatzes: „Internationale Jugendarbeit kann ein Motor sein: für Demokratiebildung, für kommunale Vernetzung und für die Sichtbarkeit unserer Arbeit. Für die Jugendlichen ist es eine große Chance, andere Länder kennenzulernen.“  Nach dem ersten Treffen in Italien planen wir für 2027 bereits den Gegenbesuch italienischer Jugendlicher in Riesa. Unser Ziel ist es, dieses erfolgreiche Format perspektivisch auch an unseren anderen Standorten wie Dresden, Münster und Leipzig umzusetzen.

Was ist Erasmus+ Jugend?

Um Projekte wie „United in Motion“ zu ermöglichen, nutzen wir die Förderung von Erasmus+, dem umfassenden Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport. Der Programmteil Erasmus+ Jugend richtet sich speziell an junge Menschen, die außerhalb der Schule oder ihrer Ausbildung lernen möchten. Er fördert internationale Begegnungen, die soziale Inklusion stärken und das europäische Engagement fördern. Gleichzeitig bietet das Programm Fachkräften in der Jugendarbeit die Möglichkeit, sich international zu vernetzen und ihre Arbeit zu professionalisieren. Damit schafft die EU einen Rahmen, in dem Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren Voraussetzungen Teil eines vereinten Europas werden können. Mehr unter https://www.jugendfuereuropa.de/erasmus-jugend

Förderung

Das Projekt "United in Motion – Inklusives Jugendprojekt für Demokratie und Nachhaltigkeit" wird von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der deutschen Nationalagentur des Programms wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

Das Projekt wird außerdem unterstützt von der Aktion Mensch.

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