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Vorschul-Kids der Kita Mittelbruchzeile unternehmen Abschieds-Ausflug zum Abenteuerspielplatz

Noch einmal was ganz Besonderes unternehmen, bevor es in die Schule geht! Für neun Vorschulkinder der Outlaw-Kita Mittelbruchzeile ging es am 3. Juni einem Abenteuer-Spielplatz im Norden Berlins. "Im Vorfeld konnten die Kinder entscheiden, wohin der Ausflug gehen soll und ob wir übernachten", erzählt Sabine Franz, Outlaw-Facherzieherin für Integration an der Kita Mittelbruchzeile.

Zur Auswahl standen die Gärten der Welt in Marzahn, die Malche am Tegeler See und der Abenteuerspielplatz mit anschließenden Spielen im Kienhorstpark – einem Spielplatz mit anspruchsvollen Spielgeräten – und einer Überraschung. Die Entscheidung für den Ort fiel eindeutig aus, für die Übernachtung nicht. "Nur drei Mädchen wollten übernachten und somit entfiel die Übernachtung. Sie waren schon sehr enttäuscht und traurig und ein Junge, der nicht übernachten wollte, fragte immer wieder nach, ob wir übernachten würden", erzählt Sabine Franz und führt weiter aus: "Mir ist es wichtig, die Kinder früh in Entscheidungen einzubinden und Entscheidungen auch mal auszuhalten, wenn die Mehrheit anders entscheidet. Die Aufregung aber überwog und wir zählten, wie oft wir noch schlafen müssen bis zu unserem Ausflug und wer die Gruppe zusätzlich begleiten sollte."

Mit Sonja Weyh, Outlaw-Facherzieherin für Integration an der MBZ und dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Heiko Buchholz besprach sie, was die Kinder sonst noch für den Ausflug benötigen und was die Überraschung sei. Die Eltern wurden durch ein Plakat und einen persönlichen Informationszettel informiert.

Dann war es endlich soweit. Dem kleinen Regenschauer am Morgen wurde getrotzt und die Ausflugstruppe beschloss den Ausflug wie geplant durchzuführen, denn es war warm. Der Mut wurde belohnt und es blieb den ganzen Tag trocken! Bevor es losging, besprachen sie genau den Ablauf und die Route: Die Kinder entschieden, die U8 am Franz-Neumann Platz bis Wittenau zu nehmen, um dann einen direkten Bus zur Könighorsterstrasse zu kriegen.

Um 10 Uhr ging es dann endlich los und die fünf Mädchen und vier Jungen machten sich in Begleitung von Sabine Franz, Sonja Weyh und Heiko Buchholz aufgeregt auf den Weg. Am Abenteuerspielplatz angekommen wartete bereits ein Mitarbeiter auf sie. Nach einer kurzen Einweisung und einer kleinen Stärkung erforschten die Kinder die Spielgeräte: Riesenrutsche, Kletter-Fort, Seilbahn, Tarzanseil, Klangspiel und Fahrräder, die wie Trimmräder gefahren werden. Heiko Buchholz zeigte den Kindern, dass man bei der Seilbahn auch die Griffe einstellen kann und die Kinder nahmen fachkundig das erworbene Wissen an. Für weniger Abenteuerlustige bietet der Spielplatz auch einen Swimmingpool und Tischtennis-Platten. Als 'Denksport' gab es Tischspiele zu bestaunen – in Großformat sind hier beliebte Spiele wie zum Beispiel 'Mensch ärgere Dich nicht' auf Tischen eingelassen. Vom Beeren- und Kräutergarten durften sie schließlich auch naschen.

"Wir hätten es uns denken können, dass diese kleine Pause genügt und die Kinder weitertoben möchten" erinnert sich Sabine Franz lachend. Denn mit dem Bus und der U-Bahn ging es zum Kienhorstpark in der Lindauer Allee. "Dort fuhren wir mit einen Fahrstuhl nach oben, der wie eine Seilbahn den Berg hinauffährt. Das war ein tolles Erlebnis und die Kinder nannten ihn Bergfahrstuhl." Oben im Park angekommen probierten sich die Kinder mutig aus: An einer gedrehten Eisenstange hinuntergleiten, auf einen schwebenden beweglichen Balken balancieren, eine Kletterwand überwinden, sich an Ringen entlang hangeln, auf einer Platte sich gemeinsam drehen, eine Seilspinne bis ganz nach oben erklimmen. Ein Mädchen, was von der Lebensgröße kleiner wie die anderen Kinder ist zeigte heute viel Mut und Ausdauer beim Klettern und erarbeitet sich die höhen oder Hürden der Spielgeräte nacheinander.

Zwei Jungs erforschten dabei die Natur. Sie fanden Pilze, hantierten mit Stöcken die dreimal so lang wie sie waren, sahen Eichhörnchen und Hasen. Ein paar Kinder suchten einen Platz "ohne Käfer. Es war nicht die Picknickdecke, nicht die Parkbänke, sondern einige Findlinge auf dem Spielplatz", lächelt Sabine Franz.

Um 15:45 Uhr fuhren sie schließlich wieder über den Bergfahrstuhl zum U-Bahnhof hinunter und setzen ihre Fahrt mit der U8 bis zum Franz-Neumann-Platz fort. Hier wartete die runde schmackhafte Überraschung bereits: die Pizzeria Tre Amici. Das Personal hatte für die Ehrengäste bereits alles eingedeckt mit Servietten und Gläsern samt Strohhalm. Zur Wahl standen Pizza Magarita und Salami Pizza, zu trinken Wasser und Bruschetta zur Vorspeise. "Die Bruschetta schmeckte nur wenigen Kindern, somit aßen wir Erwachsene sie auf. Die Pizza schmeckte allen Kindern und sie genossen die Atmosphäre. Ein Mädchen wollte Pizza ohne Käse und wir erklärten ihr, dass es das hier nicht gibt. Dann aß auch sie die Pizza", erzählt Sabine Franz. Zum Abschied schenkte ein Mitarbeiter der Pizzeria jedem Kind einen Lutscher und sie machten sich zu Fuß zurück zum Kindergarten. B

Sabine Franz zieht ein positives Fazit: "Der Tag war harmonisch, die Mädchen aus den zwei verschiedenen Zimmern mischten sich. In der Pizzeria wurde die Kindergruppe für ihre Konzentration und Verhalten von den anderen Gästen gelobt und die Naturjungs berichteten den anderen Kindern, was sie entdeckt hatten und zeigten es ihnen. Schnell haben die Kinder Heiko als Vertrauensperson angenommen und bezogen ihn ins Spiel und die Gespräche mit ein."

Ein großer Dank gilt zwei Kolleginnen, die der Ausflugstruppe den Rücken frei gehalten haben und die restlichen Kinder in der Abteilung betreuten. Danke auch den Eltern für ihr Vertrauen. Ein besonderer Dank gilt Heiko für seine Begleitung und seine Unterstützung. Und zu guter Letzt auch ein Dank an den Angestellten der Pizzeria – sehr freundlich und preislich zuvorkommend

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