Willkommen in der Elbstadt: Hort-Kinder der 26. Grundschule in Dresden gestalten ihre eigene Stadt

In den diesjährigen Osterferien haben die Kids des Horts der 26. Grundschule „Am Markusplatz“ in Dresden ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Eine eigene Kinderstadt, die den Namen „Elbstadt“ trägt. Inspiriert durch Besuche in der Kinderstadt des Hortes der 41. Grundschule Dresden, haben wir dieses Konzept nun erstmals bei uns umgesetzt.

Demokratie von Anfang an 
Die Elbstadt ist ein Ort, an dem Kinder das Sagen haben. Von Beginn an lag die Gestaltung in den Händen der Kinder. In demokratischen Abstimmungen haben sie gemeinsam den Stadtnamen „Elbstadt“ gewählt und ein eigenes Stadtwappen entworfen. Auch die Besetzung des Bürgermeisteramtes erfolgte durch eine offizielle Wahl, bei der sich verschiedene Kandidat:innen mit ihren Ideen vorstellten.

Spielerisch den Alltag gestalten
In der Elbstadt geht es darum, Dinge selbst auszuprobieren, die sonst eher den Erwachsenen vorbehalten sind. Täglich besuchten zwischen 56 und 60 Kinder die Stadt und organisierten ihr Zusammenleben:

  • Arbeitswelt: Gearbeitet wurde in zwei Schichten (10:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr). Die Jobs wechselten täglich, sodass jede:r die Chance hatte, verschiedene Berufe auszuprobieren.
  • Wirtschaft: Als Startkapital erhielten alle Bürger:innen 10,00 „Kiddies“. Pro Arbeitsschicht verdienten sie weitere 10,00 Kiddies, die sie direkt in der Stadt wieder ausgeben konnten.
  • Vielfältige Betriebe: Die Stadt bot alles, was dazugehört: Ein Rathaus mit Einwohnermeldeamt und Bank, ein Café, eine Kunsthochschule und sogar ein eigenes Fitnessstudio. Auch eine Stadtreinigung, ein Polizeirevier sowie ein Friseursalon mit Tattoo- und Nagelstudio wurden von den Kindern eigenständig geführt. Besondere Highlights waren die wechselnden Kinderfirmen, wie eine Losbude oder eine Sirup-Bar.

Lernen durch Erleben 
In der Elbstadt lernen die Kinder spielerisch, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und im Team zu arbeiten. Sie erfahren ganz konkret, wie Verwaltung funktioniert, wie Geldkreisläufe entstehen und dass ihre Stimme bei der Gestaltung des Zusammenlebens zählt. Wer gerade nicht arbeiten wollte, konnte seine Freizeit im eigens dafür vorgesehenen Bereich verbringen.

„Wir sind beeindruckt von der Kreativität und der Ausdauer, mit der die Kinder ihre „Elbstadt“ zum Leben erweckt haben. Sie erlebten nicht nur, wie eine Stadt funktioniert, sondern vor allem, dass sie mit ihren eigenen Entscheidungen etwas bewegen können“, zieht Hortleiterin Katja Kunze ein positives Fazit.

Förderung
Das Projekt wird durch den Stadtbezirksbeirat Pieschen der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

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