Referierende, Leitfragen und Thesen

Rainer Orban

Gründer & Institutsleiter des n.i.l.
Institut für Systemische Fort- und Weiterbildungen

Der Experte für systemisches Handeln begleitet seit über 25 Jahren Menschen und Organisationen, die mit Veränderung, Verantwortung und Komplexität zu tun haben. Er ist Gründer & Leiter des n.i.l - Institut für systemische Fort- und Weiterbildung in Osnabrück und arbeitet mit Fachkräften, Teams und Führungskräften aus der Jugendhilfe, sozialen Trägern und Unternehmen. Bis Mitte 2025 war er pädagogischer Vorstand der Heilpädagogischen Kinder- und Jugendhilfe Rotenburg e. V..

Rainer Orban ist Autor und Vortragsredner auf Fachtagen, Kongressen und internen Veranstaltungen. Seine Vorträge laden dazu ein, vertraute und verstaubte Strukturen neu zu denken und Impulse anzustoßen, die langfristig wirken. In der Online-Veranstaltung Zukunftsarmut & Prävention – warum Hilfe zu spät kommt! fragt er: „Wie muss sich Jugendhilfe verändern, wenn sie nicht mehr hinterherräumen will?“ Seine These lautet:

„Wir dokumentieren und begleiten Lebensverläufe, die wir kaum verändern.“

Tanja Brock

Fachreferentin Smarte Jugendarbeit
Sächsische Landjugend e. V.

Tanja Brock ist Fachreferentin für Smarte Jugendarbeit bei der Sächsischen Landjugend e.V. in Dresden. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Smarte Jugendarbeit in Sachsen“ am Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung n der ehs Dresden tätig. Sie promoviert im DFG-Graduiertenkolleg "Folgen sozialer Hilfen” an der Universität Siegen zu digitalen Medienpraktiken von Adressat:innen der Offenen Kinder- und> Jugendarbeit.

Als Fachreferentin für Smarte Jugendarbeit berät und begleitet sie Fachkräfte und Träger der Jugendarbeit zu verschiedenen Themen der Digitalität. In der Online-Veranstaltung Digitale Jugendhilfe – Fortschritt oder Selbsttäuschung? zur „Zukunftswoche 2026“ fragt sie: „Können wir überhaupt mitdenken, was in zehn Jahren möglich sein wird?“ Ihre These lautet:

„Der Jugendhilfe fehlt eine eigene Haltung im digitalen Zeitalter.“

Prof. Dr. Walter Eberlei

Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- & Kulturwissenschaften

Der gelernte Journalist ist seit 2005 Professor für Politikwissenschaften am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf (HSD) und dort u.a. Co-Leiter der „Forschungsstelle Menschenrechtspraxis“. Vor seiner Tätigkeit an der Hochschule arbeitete er u.a. fast zehn Jahre für eine international tätige Kinderrechtsorganisation, verantwortlich für die Lobby-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit.

Aktuelle thematische Felder seiner Lehre und Forschungsarbeit sind Jugendhilfepolitik sowie Menschenrechte mit den Schwerpunkten Kinderrechte und Partizipation. Eberlei ist ehrenamtlich auch kommunalpolitisch aktiv und Mitglied eines Jugendhilfeausschusses. Als Referent der „Zukunftswoche 2026“ zum Thema Kinderrechte – Lippenbekenntnis oder Leitprinzip? fragt er: „Wie radikal müssen wir Kinderrechte denken, wenn wir sie wirklich ernst nehmen?“ Seine These lautet:

„Kinderrechte sind ein Konsensthema – solange sie nichts kosten. Die Kluft zwischen Rechten und Realitäten verlangt konsequentes Einmischen!“ 

Moderation

Hendrik Epe

Organisationsberater für Organisationen der Sozialwirtschaft
IdeeQuadrat

Hendrik Epe ist Sozialarbeiter und Sozialmanager. Er begleitet seit 2015 Organisationen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft in der Organisationsentwicklung – mit dem Ziel, Organisationsstrukturen zu gestalten die gute Arbeit ermöglichen statt sie auszubremsen. Dabei setzt er nicht bei dem Versuch der Veränderung einzelner Personen an, sondern bei den „Spielregeln“ von Organisationen: Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen sowie dem Zusammenspiel von formalen Regeln und informellen Praktiken.

Ihn interessiert, wie Organisationen „ticken“ – und wie Strukturen so gestaltet werden können, dass sich Organisationskulturen wirksam entwickeln. Er verbindet die sozialarbeiterische Grundhaltung mit Beratungserfahrung und einem systemtheoretisch fundierten Blick. Seine These lautet:

"Um Soziale Arbeit zukunftsfähig zu gestalten, müssen wir die Spielregeln ändern."